Herdringen: „Projekt X“ startet

Sie organisieren das „Projekt X“ in Herdringen.
Sie organisieren das „Projekt X“ in Herdringen.
Foto: WP

Herdringen..  „Die Zukunft des Dorfes liegt in deinen Händen“. Mit diesem Motto startet das Forum Herdringen - Arbeitskreis für Dorfgeschichte und -entwicklung - gemeinsam mit den Jugendlichen das „Projekt X“ , die erste Jugendkonferenz. Angesprochen sind bei diesem Projekt alle Herdringer Jugendlichen zwischen 16 und 25 Jahren. Das Forum Herdringen stellt dabei den Jugendlichen die Fragen: Was geht in Herdringen? Möchtet ihr etwas verändern und was wollt ihr verbessern?

„Das Projekt X bietet die Chance, die Jugendlichen an Diskussionen um die zukunftweisende Fragestellungen aktiv mitwirken zu lassen“, betonen die Organisatoren Georg Werner und Walter Eickel. Die beiden Mitglieder des Forums Herdringen hatten im vergangenen Jahr die Idee, eine Jugendkonferenz zu organisieren. „In Sundern-Hagen hat man eine solche Jugendveranstaltung schon organisiert“, so Werner.

Nicht nur für Vereinsjugend

Daraufhin hat man die Herdringer Vereine, die aktiv Jugendarbeit betreiben, angeschrieben. Zu den ersten Treffen schickte diese ihre jugendlichen Vertreter. „Wir wollen aber nicht nur die Jugend in den Vereinen ansprechen, sondern auch die anderen Jugendlichen, die nicht vereinsgebunden sind“, betont Eickel.

Denn das Forum möchte umfassend wissen, was sich aus Sicht der Jugendlichen in ihrem Heimatort ändern muss oder verbessert werden kann. Denn: „Die Jugendlichen sollen gerne im Ort wohnen oder wiederkommen, weil es sich lohnt, hier in Herdringen zu leben“, machen Eickel und Werner deutlich.

Insgesamt fünf Vorbereitungstreffen für das „Projekt X“ wurden bereits organisiert. Jetzt geht es aber in die heiße Phase, denn am 28. Februar um 17 Uhr findet die erste Herdringer Jugendkonferenz in der Gemeinschaftshalle statt.

Zu den jugendlichen Organisatoren gehört Vanessa Schulte (20). Sie hat Flyer und Plakat für die Veranstaltung entworfen. Schulte engagiert sich schon in der Jugendarbeit beim Musikverein Herdringen und absolviert derzeit eine Jugendleiterausbildung.

Vertreter der Freilichtbühne ist Moritz Voßbeck (16): „Es wird sicher interessant, was für Vorstellungen die Jugendlichen haben, damit wir zeigen können, was Herdringen alles kann.“ Von der Schützenbruderschaft ist Alessandro Ballarino (22) dabei, 2. Vorsitzender der Jugendkompanie. „Wir haben sicherlich die größte Jugendgruppe im Dorf. Dieses Potenzial müssen wir nutzen, um das Beste für unseren Ort umzusetzen.“

Wie viele Herdringer Jugendliche aber letztlich zur Veranstaltung kommen werden, können die Organisatoren nur raten. Immerhin: Insgesamt gibt es rund 500 Jugendliche zwischen 16 bis 25 Jahren im Ort.

Einige „Baustellen“ schon festgelegt

In den Vorgesprächen wurden schon einige Themen, die diskutiert werden sollen, vorgeben. Sie werden „Baustellen“ genannt. Es sind: Sport und Bewegung, Leben, Arbeit, Kommunikation (Internet) und Natur. Unter der Baustelle „Was sonst noch geträumt werden kann“ können die Jugendlichen weitere Anliegen vorschlagen, die ihnen wichtig sind.

In jeder Baustelle soll bis zu 20 Minuten diskutiert werden, moderiert von geschulten Jugendlichen. Die Hauptmoderation übernimmt Michaela Padberg. „Es soll nicht nur bei der Veranstaltung bleiben. Das Ganze muss jetzt wachsen und sich über Jahre weiterentwickeln, denn die Zeit bleibt nicht stehen“, so die Organisatoren vom Forum Herdringen.

Info

Das X im Namen „Projekt X“ wird cross ausgesprochen.

Am Donnerstag, 19. Februar, steigt um 19.30 Uhr das letzte Vorbereitungstreffen im Gasthof „Zur alten Post“.

Der Stadtteil Herdringen hat ca. 3862 Einwohner (Stand 2013).

Der Ort wird erstmals um 860 urkundlich in Quellen des Klosters Corvey erwähnt.

Bis zur Eingemeindung in die Stadt Arnsberg war Herdringen eine selbstständige Gemeinde im Amt Hüsten.