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Ahnenforschung

„Halb Neheim ist mit Cöppicus verwandt“

24.02.2013 | 06:00 Uhr
„Halb Neheim ist mit Cöppicus verwandt“
Maria Anna Wichterich (geb. Cöppicus) zeigt auf einem sieben Meter langen Transparent ihren Stammbaum väterlicherseits. Hinten steht ihr Mann Elmar.Foto: Ted Jones

Neheim. „Mit der Familie Cöppicus ist wohl halb Neheim verwandt“, lächelt Maria Anna Wichterich (geb. Cöppicus), als sie auf ihren Stammbaum väterlicherseits blickt.

Denn ihre Vorfahren väterlicherseits lassen sich bis 1658 zurückverfolgen. Mütterlicherseits sind die Spuren ihrer Familiengeschichte sogar bis 1490 dokumentiert.

Die 64-jährige Maria Anna Wichterich hat zusammen mit ihrem Mann Elmar (65) schon vor 30 Jahren mit Ahnenforschung angefangen. In den vergangenen 20 Jahre haben sie dies intensiviert und nun für Maria Anna Wichterichs Vorfahren väterlicherseits - die Familie Cöppicus - alle gesammelten Personendaten mit verfügbaren Portraitfotos auf einer sieben Meter langen und 1,12 Meter breiten, einrollbarem Kunststoff-Transparent dokumentiert.

Auf dem großen Stammbaum-Bild sind insgesamt 479 Personen in ihren verwandtschaftlichen Beziehungen verzeichnet. Das war fürwahr eine enorme Arbeitsleistung, denn schon hinter kleinen Fortschritten in der Ahnenforschung kann sich viel detektivische Kleinstarbeit verbergen. Die Eheleute mussten sich im Laufe der Jahrzehnte durch riesige Datenmengen kämpfen, die sie unter anderem im Arnsberger Stadtarchiv, in verschiedenen Standesämtern, im Historischen Archiv des Erzbistums Paderborn sowie in Landesarchiven und beim Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge fanden. Da im Jahr 1875 Franz Theodor Cöppicus, der in seinem Elternhaus an der Neheimer Friedenstraße aufgewachsen war, in die USA ausgewandert war und 1886 auch noch ein Bruder folgte, lohnte es sich für die heutigen Ahnenforscher, auch in amerikanische Unterlagen zu blicken. Sehr hilfreich war dabei das riesige genealogische Archiv der Mormonen in Salt Lake City. Hierfür muss man nicht in die USA reisen, sondern man kann sich im Internet informieren: www.familysearch.org

„Der größte Dank für die Mithilfe gebührt allerdings unseren Verwandten. Wir haben von ihnen viele wertvolle Tipps, Fotos und Urkunden erhalten“, betont Maria Anna Wichterich. Ihre Suche nach Vorfahren väterlicherseits endete im Jahr 1658. Dort waren Cornelius Cöppicus und Ursula Hövel als ihre Vorfahren dokumentiert. „Vermutlich sind im Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) viele noch ältere Dokumente vernichtet worden“, begründet Elmar Wichterich die Zäsur. Abgeschlossen sind deshalb seine genealogischen Forschungen zur Familie Cöppicus aber noch nicht. „Entweder findet man vielleicht doch noch Älteres oder man findet weitere Details in den Seitenverzweigungen“, erklärt er seinen weiter bestehenden Ahnenforscher-Drang.

Seine Ehefrau Maria Anna fand in der Ahnenforschung das bestätigt, was sie schon ahnte: „Die Familie Cöppicus ist seit Urzeiten eine Familie von Kaufleuten und sehr bodenständig.Viele Vorfahren sind in Neheim geblieben. Das war auch unser Glück. Denn dies erleichterte die Ahnenforschung erheblich.“

Vorfahren mütterlicherseits waren Hugenotten

Die Vorfahren mütterlicherseits von Maria Anna Wichterich (geb. Cöppicus) lassen sich bis 1490 zurückverfolgen. Hier führt die Spur in eine südfranzösische Hugenottenfamilie namens Ringier, die dann in die Schweiz auswanderte. Nachfahren gründeten das Schweizer Medienunternehmen Ringier. Ein Zweig der Familie Ringier findet sich mit verändertem Namen Rengier später in Paderborn wieder. 

Wer den in Holzwickede wohnenden Eheleuten Wichterich bei der Ahnenforschung helfen will, kann sie anrufen unter Telefon 02301 / 6818 oder eine Mail schicken: elmarwichterich@gmx.de

Martin Schwarz



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