Großes Konzert im Dom erinnert an Kriegsende vor 70 Jahren

Der Neue Chor Neheim bei einem  früheren Konzert. Der Neue Chor ist Teil eines großen Projektchors für das Gedenkkonzert
Der Neue Chor Neheim bei einem früheren Konzert. Der Neue Chor ist Teil eines großen Projektchors für das Gedenkkonzert
Foto: WP

Neheim..  Insgesamt rund 100 Sängerinnen und Sänger aus drei Chören (Neuer Chor Neheim, Kantorei an St. Johannes Neheim und Projektchor Meschede) bereiten seit September 2014 ein Konzert vor, das an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 70 Jahren erinnern soll. Aufgeführt werden das Requiem von Gabriel Fauré, die Trauermotette „Wie liegt die Stadt so wüst“ des Dresdner Kreuz-Kantors Rudolf Mauersberger sowie der „130. Psalm für Chor und Sopran-Solo“ von Heinrich Kaminski. Der große Gesamtchor wird die Stücke in zwei Konzerten vortragen, die am Sonntag, 1. März, um 18 Uhr in der Mescheder Walburgakirche sowie am Sonntag, 8. März, um 20 Uhr im Neheimer Dom stattfinden.

„Natürlich handelt es sich in weiten Strecken um traurig anmutende Musik, doch beim Requiem von Fauré hellt sich am Ende des Werks die Musik deutlich auf und macht so den einkehrenden Frieden und den damit verbundenen Wiederaufbau deutlich“, betont der Neheimer Kantor Hartwig Diehl, der als Leiter der Konzerte fungiert.

Anregung aus Meschede

Der Anstoß zu den Gedenkkonzerten kam aus Meschede. Die dortige Dekanatskirchenmusikerin Barbara Grundhoff entwickelte das Konzept und leitet auch den Projektchor Meschede. Zum Gedenkkonzert gehört auch ein Rahmenprogramm, das in Meschede und Neheim nicht gleich ist. Während das Konzert in Meschede von anderen zusätzlichen musikalischen Beiträgen geprägt ist, hat Hartwig Diehl die Idee entwickelt, zusätzlich zum eigentlichen Konzert eine Bilderausstellung im Dom bzw. einen Zeitzeugen-Vortrag zu organisieren.

Auch Zeitzeugen gesucht

Wer also Fotos aus dem Zweiten Weltkrieg beisteuern will, die z. B. Bombenschäden an Wohnhäusern, Industriegebäuden oder Bahnstrecken in den heutigen Städten Arnsberg und Sundern zeigen, kann sich melden bei:
Hartwig Diehl, Schwester-Aicharda-Straße 39, 59755 Arnsberg, Tel. 02932 / 8935880, Mail-Adresse: diehlmusic@web.de. Unter den gleichen Kontaktdaten können sich auch Zeitzeugen melden, die in den Städten Arnsberg und Sundern Tragisches im Zweiten Weltkrieg erlebt haben. In diesem Sinne sei zum Beispiel an die Bombardierung des Bahnhofs Neheim-Hüsten und den damit verbundenen Tod vieler Zwangsarbeiter in den nahen Baracken erinnert. Einzelne Bombeneinschläge gab es auch in der Neheimer Innenstadt In Arnsberg wurde der Viadukt bombardiert. Viele Bomben trafen dort auch benachbarte Wohnhäuser.