Graef gelingt Marken-Strategie mit Küchengeräten

Ein Graef-Set mit Wasserkocher, Allesschneider und Toaster zeigen  Hermann Graef (rechts)  und Andreas Schmidt.
Ein Graef-Set mit Wasserkocher, Allesschneider und Toaster zeigen Hermann Graef (rechts) und Andreas Schmidt.
Foto: WP

Frankfurt / Arnsberg..  Die Bergheimer Firma Graef ist nicht nur Produzent von Allesschneidern, sondern bietet seit 2009 auch eine Vielzahl an Elektro-Küchengeräten an. Die Produktpalette reicht von Espressomaschinen und Kaffeemühlen über Milchaufschäumer und Wasserkocher bis hin zu Toastern und Waffeleisen.

„Diese Geschäftsstrategie der kontinuierlichen Produktpaletten-Erweiterung ist aufgegangen, was sich auch in der Umsatz- und Ertragsentwicklung unseres Unternehmens zeigt“, sagt Hermann Graef, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens.

Dem 115 Mitarbeiter starken Unternehmen Graef gelang es, den guten Ruf der Marke Graef, den die Firma seit Jahrzehnten für Allesschneider genießt, auch für andere Elektro-Küchengeräte zu nutzen. „Graef besetzt mit hoher Produktqualität und attraktivem Design eine Marke im Markt, die wegen entsprechenden Kundeninteresses vom Handel auch bedient werden will“, sagt Graef-Vertriebsleiter Heinz Götz und verweist auf viele interessierte Nachfragen aus dem Handel bezüglich der Neuheiten, die Graef auf der vor Kurzem zu Ende gegangenen Frankfurter Messe „Ambiente“ zeigte.

Aus dem Markenbewusstsein der Kunden leitet sich direkt das Graef-Produktkonzept ab. „Viele Kunden pflegen in der Küche den Set-Gedanken, das heißt: Wer einen Toaster in einer Hochglanzschwarz-Edelstahl-Farbkombination besitzt, dem kann farblich passend dazu auch ein Wasserkocher, Allesschneider, Milchaufschäumer oder eine Kaffeemühle verkauft werden. Mit Blick auf den Set-Gedanken wartete Graef dann auch mit seinen Messe-Neuheiten auf.

Wolfgang Baumann, der bei Graef fürs Design verantwortlich ist, betont als Graef-Produktmanager aber auch die technischen Feinheiten und Innovationen. „Auf der Messe haben wir unseren ersten, in einer Küchenschublade einklappbaren Allesschneider präsentiert, der in dieser Schublade auch ausgeklappt werden kann und stabil bedienbar ist“, sagt Baumann.

Dieses mit Blick auf die Arbeitsplatten platzsparende Konzept eines in der Küche unsichtbar etablierten Allesschneiders in der Schublade hat Graef mit Vertretern des heimischen Möbelfacheinzelhandels entwickelt, denn der Facheinzelhandel ist es, der später nach den Wünschen des Verbrauchers die Ausstattung der Einbauküche konfiguriert und dann entsprechende Angebote machen kann.

Während die Allesschneider nach wie vor auf Bergheim gefertigt werden, erfolgt die Produktion der anderen Küchengeräte im preisgünstigen Ausland. Die Fertigung im Ausland erfolgt allerdings mit eigenen Graef-Werkzeugen und nach genauen Design- und Technikvorgaben, die aus Bergheim kommen. Im Allesschneider-Fertigungsbereich für gewerbliche Anwendungen wird es auf Bergheim demnächst zu Kapazitätserweiterungen kommen.

Fertigung wird erweitert

„Graef ist von Lebensmittelmarkt-Ketten beauftragt worden, Allesschneider für Fleisch-und Käsetheken zu liefern. Ob Graef deshalb einen Anbau errichtet oder vorhandene Räume neu strukturiert, ist noch offen“, sagt der weitere geschäftsführende Gesellschafter Andreas Schmidt. Marktstrategisch ist Graef dabei, ein detailliert konzipiertes Kompetenzfeld Kaffee/Frühstück zu erstellen. „Wir wollen weiter wachsen“, lächelt Hermann Graef.

HINTERGRUND

Graef hält hohe Marktanteile bei Allesschneidern

Obwohl der verteilbare Umsatzkuchen für Allesschneider kleiner wird, gelingt es Graef, sich ein größeres Stück zulasten der Konkurrenz abzuschneiden.

In Deutschland wuchs der Marktanteil von Graef bei Allesschneidern auf 38 bis 40 %, in Österreich auf 50 %.