Förderkreis Psychische Gesundheit zieht in alte Villa ein

Das Neheimer Pfarrheim an der Goethestraße 19 besteht aus der ehemaligen „Villa Westermann“ und einem Anbau, der in den 1980er Jahren entstanden ist. Die Katholische Kirchengemeinde Neheim stellte jetzt ein neues Nutzungskonzept vor.
Das Neheimer Pfarrheim an der Goethestraße 19 besteht aus der ehemaligen „Villa Westermann“ und einem Anbau, der in den 1980er Jahren entstanden ist. Die Katholische Kirchengemeinde Neheim stellte jetzt ein neues Nutzungskonzept vor.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Katholische Kirchengemeinde St. Johannes Baptist Neheim und Voßwinkel vermietet ab 1. Januar 2016 das 1. und 2. Obergeschoss des Pfarrheim-Altbaus an der Goethestraße 19 an den Förderkreis Psychische Gesundheit Arnsberg.

Neheim.. Allen Gruppen, die sich bisher in der alten Villa trafen, wurden Übergangslösungen angeboten. Zur Frage, in welcher baulichen Form langfristig der Treffpunkt kirchlicher Gruppen und Einrichtungen gestaltet wird, werden zurzeit zwei bauliche Varianten geprüft.

Zwei Bau-Varianten

Variante 1: Der bestehende Villa-Anbau aus den 1980er Jahren wird künftig vom Kinder- und Jugendzentrum (KiJu) genutzt, der sich zurzeit am St.-Georgs-Pfad befindet. Denn langfristig ist ein KiJu-Umzug geplant, weil die Kirchengemeinde dieses Gebäude bereits im Oktober 2012 an einen privaten Investor verkauft hat - mit der Maßgabe, das Haus am St.-Georgs-Pfad noch einige Jahre als KiJu nutzen zu können. Für die übrigen kirchlichen Gruppen würden zusätzliche Räume an den bestehenden Anbau neu angebaut - und zwar in Richtung des leer stehenden Gärtnerhäuschens.

Variante 2: Sollte sich das Konzept nach Variante 1 nicht umsetzen lassen, ist ein kompletter Neubau direkt neben der alten Villa (nach Abriss des jetzigen Anbaus) vorgesehen. Welche Variante realisiert wird, hängt noch von architektonischen Machbarkeitsuntersuchungen ab, die noch erarbeitet werden müssen. Deren Auswertung erfolgt in Absprache mit dem Generalvikariat in Paderborn. Bei beiden Bau-Varianten ist es dem Kirchenvorstand wichtig, dass sich KiJu und Gemeindegruppenräume zwar in unmittelbarer Nachbarschaft befinden, aber räumlich getrennt sind.

Anbau ist weiterhin verfügbar

In der denkmalgeschützten Villa müssen - mit Ausnahme der Küche - bis zum 30. September 2014 alle Räume von den bisherigen Nutzern geräumt werden. Dann wird die Villa renoviert, zum Beispiel werden neue WC-Anlagen geschaffen. Die künftigen Mieteinnahmen dienen der Kirchengemeinde zur Refinanzierung der Renovierungsarbeiten. Die Pfarrei betont: Die alte Villa wird im Rahmen eines zehnjährigen Vertrags nur vermietet, sie bleibt im Eigentum der Kirchengemeinde. Außerdem heißt es in der aktuellen Ausgabe der Pfarrnachrichten: „Der Anbau aus den 1980er Jahren mit den Räumen im Untergeschoss und dem Saal steht für alle Gemeindeaktivitäten über einen Belegungsplan, der vom Hausmeister geführt wird, weiterhin zur Verfügung!“

Ursprünglich war das Klinikum Arnsberg am Erwerb des Pfarrheims interessiert, um das benachbarte Pflegezentrum St. Johannes mittelfristig erweitern zu können. Angesichts der dann später beschlossenen Erweiterungspläne am Johannes-Hospital ist das Klinikum Arnsberg am Erwerb der Pfarrheim-Immobilie nicht mehr interessiert.

Inklusions-Café für psychisch Kranke und Angehörige

Der Förderkreis Psychische Gesundheit, der sich seit langem im Haus „Hauptstraße 44a“ in Neheim befindet, erhält ab 2016 durch den Umzug ins Pfarrheim an der Goethestraße größere und attraktivere Räume. Als neues Angebot soll es in einem Teilstück des Pfarrgartens (längs der Goethestraße) ein „Inklusions-Café“ geben, wo sich Psychisch Kranke und deren Angehörige und Freunde treffen können.

Das Beratungshaus „Hauptstraße 44a“ wird später abgerissen, weil bei den geplanten Baumaßnahmen am Johannes-Hospital Anlieferflächen für den neu gestalteten Wirtschaftshof benötigt werden.

Zwockelgruppe sucht neues Zuhause

Mit einem Hilferuf wandte sich die Zwockelgruppe an unsere Zeitung. Denn die bisherigen Räumlichkeiten im Pfarrheim an der Goethestraße kann die Spielgruppe für Kinder im Alter zwischen zwei und drei Jahren auf lange Sicht nicht mehr nutzen, weil die Kirchengemeinde St. Johannes zum 1. Januar 2016 die Räume im 1. und 2. OG der alten Villa an den Förderkreis Psychische Gesundheit vermietet hat.

Da bereits ab Oktober 2015 umfangreiche Renovierungsarbeiten im Altbau beginnen, wird die Zwockelgruppe übergangsweise in den Pfarrheim-Anbau ausweichen. „Da wir aber langfristig auf jeden Fall neue Räume für unsere Spielgruppe mit zehn Kindern benötigen, würden wir uns über ein Raumangebot freuen“, meint Jutta Ditz (Kontakt: 0152 / 33571132). Die Spielgruppe wird von der Elterninitiative „Zwockel e. V.“ getragen. Wie der Raum aussehen sollte, siehe:

https://sites.google.com/site/zwockelgruppe