Festkonzert in Hüsten: Besinnlich und rhythmisch zugleich

Weihnachtskonzert in der Hüstener Petrikirche
Weihnachtskonzert in der Hüstener Petrikirche
Foto: WP

Hüsten..  Das traditionelle Festkonzert zur Weihnachtszeit, seit 1949 ausgerichtet vom Kirchenchor St. Petri fand am Sonntag zum 55. Mal statt. Zwölfmal in den 66 Jahren hat es nicht stattgefunden. Max Puttkammer war 17 Mal gesamtverantwortlich, danach Heinz Niehaus 20 Mal, Marc Mönig viermal und zum 14. Mal fand es jetzt unter der Regie von Chorleiter Peter Volbracht statt. Diese niveauvolle Konzerte locken immer wieder zahlreiche Zuhörer an. Diesmal wurden wieder zusätzliche Stühle aufgestellt, um allen Besuchern eine Sitzgelegenheit zu bieten.

Neben dem gastgebenden Kirchenchor St. Petri gehörten zu den Mitwirkeden die Schola Canticorum, der Kirchenchor St. Maria Magdalena und Luzia Bruchhausen, die Minisänger und der Jugendchor St. Petri (Leitung: Bernadette und Peter Volbracht), der MC Liederkranz Hüsten (Leitung: Frank Schröder), die Instrumentalisten des Symphonieorchesters Ruhr sowie die Solisten Dr. Edeltraud Macke-Rosenbaum (Alt), Dietmar Röttger und Thomas Iwe (beide Tenor) und Angelika Ritt-Appelhans (Orgel), die kurzfristig für den erkrankten Wolfgang Bitter eingesprungen war. Mit dem Liedsatz „Once in royal David’s city“ von H. J. Gaunlett/Stephen Cleobury leiteten der Jugendchor und die Schola Canticorum den musikalischen Reigen ein, der schwungvoll fortgesetzt wurde vom Jugendchor und den Minisängern mit vier weihnachtlichen Weisen und einem „Schrei nach Frieden für die Welt“. Eine Bereicherung waren wieder die Musiker des Symphonieorchesters Ruhr, die mit Stücken alter Meister - Wolfgang Amadeus Mozart, Georg Friedrich Händel und Antonio Vivaldi - glänzten.

Gesangliche Leckerbissen

Gesangliche Leckerbissen waren die Auftritte von Thomas Iwe mit den Volksweisen „In dulci jubilo“ von Johann Sebastian Bach und „Still, still, still...“ von Philip Ledger sowie der beiden Gesangssolisten Dr. Edeltraud Macke-Rosenbaum (Alt) und Pfarrer Dietmar Röttger (Tenor) mit dem Duett aus dem Frankenland, „Christnachtigall“. Besinnlich und rhythmisch zupackend kommen die Lieddarbietungen des Männerchores Liederkranz unter dem Dirigat von Frank Schröder zum Publikum rüber.

Krönender Abschluss

Für einen krönenden Abschluss sorgte dann der gemeinsame Auftritt der beiden Kirchenchöre St. Petri und St. Maria Magdalena und Luzia mit dem Jugendchor St. Petri mit dem „Transeamus usque Bethlehem“ von Josef Schnabel und dem englischen Liedsatz „Ding! dong! merrily on high“ von Mack Wilberg. Zum Schluss stimmten alle Mitwirkenden ein in den Gemeindegesang „O du fröhliche...“.

Dieses 90 Minuten dauernde, Generationen übergreifende Konzert mit 51 Kindern und Jugendlichen war wieder eine gelungene Mischung aus besinnlichen und mitreißenden Melodien - eine Bescherung für die Ohren.

Es gab vom begeisterten Publikum viel Beifall und zum Schluss lang anhaltenden Beifall für alle Akteure und Blumen für die Chorleiter und Solisten.

HINTERGRUND

Die hinterleuchtete weihnachtliche Geburtsszene im Chorfenster und die beiden zwölf Meter hohen Tannenbäume im Altarraum mit den fast 1000 Kerzenlichtern sorgen dabei für ein stimmungsvolles Ambiente.

Pfarrer Dietmar Röttger, der zu Beginn den andächtig lauschenden Besuchern wünschte, die weihnachtliche Botschaft von Bethlehem möge musikalisch ihre Herzen erobern, dankte auch den etwa 130 Mitwirkenden für die gesanglichen und instrumentalen Darbietungen beim weihnachtlichen Konzert.