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Bruchhausen

Ein besonderer Neujahrsempfang

21.01.2015 | 08:00 Uhr

Bruchhausen. Die Kolpingsfamilie Bruchhausen hatte diesmal den Neujahrsempfang des Vereinsrings Bruchhausen ausgerichtet. Rund 70 Personen aus örtlichen Vereinen, Organisationen und Einrichtungen folgten der Einladung. Es war ein besonderer Neujahrsempfang, denn der Vereinsring besteht jetzt 50 Jahre.

Der Vereinsring war 1965 auf Wunsch des damaligen Ortsbürgermeisters Ludwig Hessenkemper gegründet worden. Vereinsringvorsitzender Ewald Hille erinnerte in seinem Jubiläumsrückblick daran, dass vor 50 Jahren der Vereinsring Bruchhausen eine andere Struktur gehabt habe. In einer festgelegten Reihung wurden die Vorsitzenden des jeweiligen Vereins auch Vorsitzende im Vereinsring. 1. Vereinsringvorsitzender war 1965/66 Hermann Josef Winkelmann vom „Zylinder-Schutzverein“.

Zwei Satzungsänderungen

1980 wurde nach Satzungsänderung festgelegt, dass der jeweilige Ortsvorsteher auch den Vereinringvorsitz übernimmt. So wurden 1980 Ludwig Hessenkemper und 1985 Hermann Reuther satzungsgemäß für jeweils fünf Jahre aus der Funktion des Ortsvorstehers auch Vereinsringvorsitzende. Nach der Kommunalwahl 1989 wurden Bezirksausschüsse eingerichtet und nach erneuter Satzungsänderung in 1990 festgelegt, dass der Bezirksausschussvorsitzende auch das Amt des Vereinsringvorsitzenden übernimmt.

Nun ist seit 1990 Ewald Hille, seit nunmehr 25 Jahren, in diesen beiden Ämtern dabei. Ebenso lange ist Heinz Werner Hoffmann in der Funktion des Pressewartes sehr aktiv für den Vereinsring Bruchhausen im Einsatz. Dies wurde auf dem Neujahrsempfang von Hille besonders herausgestellt. Hille dankte der Kolpingsfamilie für den kreativen und arbeitsreichen Einsatz für und bei der Veranstaltung Musik und Basar im Advent am 31. November 2014. Die Heimwerkergruppe der Kolpingsfamilie hatte 30 Verkaufsstände gebaut und mit der Unterstützung durch Antonius Reuther von der Schützenbruderschaft, alle Stände in der „Weihnachtshalle“ am richtigen Ort positioniert.

Dank ausgesprochen

Hille dankte auch der Bruchhausener SPD für die Erstellung und Verteilung des Ortskalenders und erwähnte hier besonders den Verantwortlichen Michael Kiefer. Ebenso dankte er der CDU Ortsunion Bruchhausen und namentlich besonders Johannes Müller für das Aufstellen des großen Weihnachtsbaumes vor der Kirche.

Hille ging als Bezirksausschussvorsitzender auch auf den Neubau des Feuerwehrgerätehauses im Niedereimerfeld ein. Hier wird für die beiden renovierungsbedürftigen Gerätehäuser in Niedereimer und Bruchhausen ein neues Gebäude geschaffen in das auch die Vorstellungen der Feuerwehrkammeraden aus beiden Ortsteilen eingeflossen sind. Wenn der Zeitplan eingehalten wird, kann der Umzug Ende November 2015 stattfinden.

Der Geschäftsführer des Vereinsrings Bruchhausen, Tim Breuner, überreichte den Vertretern der Kolpingsfamilie Norbert Hollmann, Steffanie Luttermann und Ulf Parzonka einen 800-Euro-Scheck für ihre besonderen Verdienste bei der vorweihnachtlichen Veranstaltung. Rund 900 Euro gehen insgesamt an das Projekt AVICRES für die Straßenkinder in Brasilien.

Kolpingsfamilie mit mahnenden Worten

Kolping-Geschäftsführerin Steffanie Luttermann, die im Namen der Kolpingsfamilie Bruchhausen die Gäste des Neujahrsempfangs begrüßte und nun turnusgemäß in 2015 die 2. Vorsitzende des Vereinsrings ist, erinnerte an das Werk von Adolph Kolping und nahm aktuellen Bezug: „Bloßes Dampfgeplauder und hohle Stammtischparolen helfen niemand weiter. Es braucht damals wie heute Menschen, die den Mut haben in der Öffentlichkeit aufzutreten, die den Finger in die Wunde legen und auch bereit sind zu handeln. Doch wer hat den Mut und heißt in seinem Heimatort Flüchtlinge und Asylbewerber herzlich willkommen? Doch wer hat den Mut und stellt sich in seinem Umfeld gegen rechte Parolen? Doch wer hat den Mut und geht auf trauernde und vereinsamte Menschen zu und schenkt ihnen menschliche Nähe? Doch wer hat den Mut und begegnet Homosexuelle mit Wertschätzung? Doch wer hat den Mut und ergreift das Wort, wenn Andersdenkende diffamiert werden?“

Abschließend brachte die Kolpingsfamilie in einer kleinen Theateraufführung jeden Monat des Jahres auf den Punkt.

WP-Redaktion

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2015-01-21 08:00
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