Duropal steigert den Umsatz um sieben Prozent
14.02.2012 | 19:00 Uhr 2012-02-14T19:00:00+0100
Bruchhausen.Das zur Pfleiderer AG gehörende Duropal-Werk in Bruchhausen hat im Geschäftsjahr 2011 seinen Umsatz um sieben Prozent gegenüber 2010 gesteigert.
Das Umsatzwachstum konnte Duropal insbesondere durch den Ausbau von Marktanteilen (zu Lasten konkurrierender Unternehmen) erreichen. Denn der zu verteilende Kuchen auf dem Holzwerkstoff-Markt ist nicht in dem Maße gewachsen, wie Duropal den Umsatz steigerte.
„Wir haben im Geschäftsjahr 2011 mit Duropal den geplanten Gewinn erzielt, den wir uns Anfang 2011 vorgenommen hatten. Insgesamt ist das Geschäftsjahr 2011 für uns sehr gut gelaufen. Wir sind sehr zufrieden“, bilanziert Duropal-Geschäftsführer Meinolf Hering im Gespräch mit der WAZ-Mediengruppe das Geschäftsjahr 2011. Anfang 2012 sei allerdings spürbar, dass sich die Konjunktur abschwäche. „Unsere Marke ist aber gut aufgestellt. Ich bin überzeugt, dass wir auch 2012 mit unseren Produkten und unseren Neuheiten wieder Akzente setzen werden“, meint der Vertriebs- und Marketing-Chef bei Duropal, Reinhold Hinterhölzl. Mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen im Pfleiderer-Gesamtkonzern, die manchem Duropal-Mitarbeiter Sorgenfalten auf die Stirn treiben, meint Hering: „Ich bin zuversichtlich, dass der Restrukturierungsprozess in der Pfleiderer AG gelingen wird.“
Da die Firma Duropal zwei Drittel ihres Umsatzes im Ausland und dort insbesondere in Europa erzielt, beobachtet Duropal die Entwicklung auf den europäischen Märkten sehr genau. Die wichtigsten Kunden von Duropal kommen aus West- und Osteuropa, das derzeit wirtschaftlich schwächelnde Südeuropa stellt für Duropal einen Absatzmarkt mit eher geringer Bedeutung dar. Mehr Betroffenheit löst dann schon der konjunkturell schwächelnde Markt in Großbritannien aus. „Dort bedarf es besonderer Anstrengungen, um unsere Umsatz-Ziele zu erreichen“, sagt Reinhold Hinterhölzl. Duropal ist aber auch auf anderen Kontinenten aktiv. „Besonders erfreulich war für uns ein großer Auftrag, der aus Südafrika kam“, berichtet Meinolf Hering rückblickend.
Mit rund 430 Mitarbeitern hielt Duropal die Personalstärke im Vorjahr stabil. „In diesem Jahr werden wir durch die Steigerung der Gesamtausbildungsplätze von 13 auf 21 die Belegschaftsstärke leicht erhöhen“, berichtet Meinolf Hering. Um insbesondere im technischen Bereich den Fachkräftebedarf zu decken, bietet Duropal zwei zusätzliche Lehrstellen für Lagerlogistik und eine zusätzliche Ausbildungsstelle zum Chemikanten an, die alle drei noch nicht besetzt sind.
In diesem Jahr wird Duropal mehr als sechs Millionen Euro in neue Maschinen investieren. Ende Dezember soll die bestellte neue Maschine für die Elemente-Vorfertigung aufgestellt werden. Bereits im Frühjahr wird eine neue Maschine aufgestellt, die aufgrund von Lasertechnik Plattenkanten fugenlos und wasserdicht verschweißen kann.
Duropal erhält Design-Preis
Der Holzwerkstoff-Hersteller Duropal produziert insbesondere Hochdruck-Schichtstoffplatten (High Pressure Laminate = HPL) für die Möbelindustrie und den Laden- und Innenausbau. Ein besondere Anwendung fanden die Duropal-Produkte bereits in der Kabinenausstattung von mehreren Kreuzfahrtschiffen aus der AIDA-Flotte.
Bei der Kölner Einrichtungsmesse „Imm Cologne 2012“ wurde Duropal mit dem „Interior Innovation Award“ (Winner 2012) ausgezeichnet. Die Fachjury des Rates für Formgebung (German Design Council) würdigte mit dem Preis die Kollektion „Duropal Reflexions“, die durch metallisch wirkende Schmuckpartikel Glanzlichter setzt. Die Schmuckpartikel wurden durch ein innovatives Verfahren erstmals direkt in die Beschichtung eingebracht.
Als Neuheit präsentiert Duropal auch Dekore mit modischem „Used Look“. So tragen z. B. Holzdekore Sägespuren oder ein Dekor sieht aus wie eine Malunterlage mit Farbklecksen, die insofern sprichwörtlich eine Arbeitsplatte ist.

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