Caso auf Wachstumskurs: Braukmann startet eigene Fertigung

Auf der Messe Ambiente: Die geschäftsführenden Gesellschafter von „Caso Germany“, Bernd Braukmann (links) und Peter Braukmann, zeigen als Caso-Neuheiten hochwertige Edelstahl-Entsafter und einen Mixer mit automatischer Kochfunktion.
Auf der Messe Ambiente: Die geschäftsführenden Gesellschafter von „Caso Germany“, Bernd Braukmann (links) und Peter Braukmann, zeigen als Caso-Neuheiten hochwertige Edelstahl-Entsafter und einen Mixer mit automatischer Kochfunktion.
Foto: WP
In der Bergheimer Firma Braukmann brummt das Geschäft. Das Unternehmen verkauft unter der Marke „Caso Germany“ Elektro-Geräte für die Küche.

Frankfurt/Arnsberg.. In der Bergheimer Firma Braukmann brummt das Geschäft. Das Unternehmen verkauft unter der Marke „Caso Germany“ vielfältige Elektro-Geräte für die Küche: Von Mikrowellen und Kaffeemaschinen über mobile und einbaubare Induktions-Kochfelder bis hin zu Weinkühlschränken und Vakuumierern. Die Produktpalette wird seit Jahren immer wieder erweitert und bei der am Dienstag zu Ende gegangenen Frankfurter Konsumgütermesse „Ambiente“ zeigte Caso mehr als 20 Neuheiten.

Erfolgs-Trio: Design, Qualität, Preis

Zu den Neuheiten gehören unter anderem: ein Entsafter mit schonender Slow-Juice- und Zentrifugal-Technologie, ein kraftvoller Standmixer mit Kochfunktionen, eine Heißluft-Fritteuse sowie ein Wasserkocher mit präziser Temperaturkontrolle. „Caso Germany setzt auf hohe Produktqualität gepaart mit anspruchsvollem Design - und dies alles zu einem für den Kunden attraktiven Preis-/Leistungsverhältnis“, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter der Braukmann GmbH, Peter Braukmann die erfolgreiche Geschäftsstrategie. Peter Braukmann leitet das Unternehmen zusammen mit seinem Bruder und Firmenmitinhaber Bernd Braukmann.

Nach 2013 konnte Caso auch 2014 ein zweistelliges Umsatzwachstum erzielen. Die Produktnachfrage ist so groß, dass die Firma Braukmann das 5000 qm große neue Lager, das erst vor einem Jahr im Voßwinkeler Gewerbegebiet „Gut Nierhof“ bezogen wurde, erweitern muss. „2016 wird hier ein Anbau erfolgen“, berichtet Peter Braukmann, der vom Ausmaß der Nachfrage selbst etwas überrascht wurde, denn ansonsten wäre natürlich von vornherein in Voßwinkel größer gebaut worden.

Neues Lager muss erweitert werden

Parallel zum Umsatzvolumen wuchs auch die Belegschaftsstärke von „Caso Germany“. An den drei Caso-Standorten, Raiffeisenstraße 9 sowie Raiffeisenstraße 32 auf Bergheim sowie das Lager in Voßwinkel, sind insgesamt rund 50 Mitarbeiter (in Voll- und Teilzeit) für Caso tätig. „Vor fünf Jahren waren es noch ungefähr 30 Mitarbeiter gewesen. Personell sind wir kontinuierlich gewachsen“, erklärt Peter Braukmann.

Mit dem Verlauf der gestern zu Ende gegangenen Frankfurter Messe „Ambiente“ ist Peter Braukmann sehr zufrieden. „Unsere neuen Produkte verzeichneten eine gute Kundenresonanz“, bilanziert er. Die weltgrößte Konsumgütermesse Ambiente sei mit ihrem hohen Anteil an internationalem Fachbesuchern eine gute Ergänzung zur Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin, wo „Caso Germany“ auch 2015 mit einem Stand vertreten sei. Denn zur IFA gehöre nicht nur Unterhaltungselektronik, sondern der große Bereich „Consumer Electronics“.

Braukmann startet für Premium-Produkte eigene Fertigung

Am Bergheimer Caso-Standort „Raiffeisenstraße 9“ hat die Firma Braukmann Anfang 2015 mit zunächst drei Mitarbeitern die Produktion von mobilen Induktionskochfeldern gestartet. Dies ist ein Meilenstein in der Unternehmensgeschichte, denn bisher hat die Firma Braukmann ihre Produkte der Marke „Caso Germany“ in Asien fertigen lassen. Das Know-how wie Technik, Design u.a. brachte allerdings Braukmann in die asiatische Produktion ein. Angesichts des großen internationalen Kundeninteresses an „Made in Germany“ und des damit verbundenen hohen Qualitätsanspruchs sieht Caso-Geschäftsführer Peter Braukmann für bestimmte Premium-Produkte wie mobile Induktionskochfelder eine Marktnische, in der deutsche Fertigung als „nicht zu teuer“ auf Kunden wirke. Der Kunde sei für dieses hochwertige Produktsegment bereit, auch einen entsprechenden Preis zu zahlen.

Peter Braukmann möchte jetzt aber noch nicht darüber spekulieren, wie stark mal die Produktion auf Bergheim ausgebaut werden könnte. „Wir wollen jetzt erst mal die Vermarktung der selbst gefertigten Produkte abwarten“, hält Peter Braukmann den Ball zunächst flach. An gewerblicher Fläche würde es allerdings an der Raiffeisenstraße 9 nicht mangeln. Dort verfügt Caso über 2500 qm.