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BJB will 2014 neue Halle für Kunststoffspritzerei bauen

10.10.2012 | 18:43 Uhr
BJB will 2014 neue Halle für Kunststoffspritzerei bauen
BJB-Chef Dieter Henrici mit Produkten aus der KunststoffspritzereiFoto: Martin Schwarz

Neheim. Trotz schwacher Auftragslage in wichtigen Absatzmärkten (minus 15 % Umsatz in Spanien und Italien) und der dadurch seit Juni 2012 bestehenden Kurzarbeit in einzelnen Abteilungen will BJB kontinuierlich ins Neheimer Werk investieren.

„Schon seit Jahren investieren wir jährlich etwa 8 bis 10 Mio. Euro ins Werk, insbesondere in neue Maschinen sowie in Forschung und Entwicklung. Dies wollen wir auch künftig so machen, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und zu stärken“, sagt BJB-Geschäftsführer Dieter Henrici.

Die derzeitige Kurzarbeit habe allerdings dazu geführt, dass die ursprünglich ab Herbst 2012 fürs Neheimer Werk geplanten Um- und Neubauten um ein Jahr verschoben würden. „Das hat aber nichts mit einer Finanzkrise bei BJB, sondern mit der aufgrund der Kurzarbeit eingeschränkten Verfügbarkeit unserer firmeneigenen Handwerker zu tun“, betont Henrici. Denn die BJB-Handwerker (Elektriker, Installateure, Maurer, Schreiner und Maler) seien jetzt drei Tage weniger im Monat im Werk und seien deshalb für vorbereitende Bauarbeiten nicht verfügbar. Eine Beauftragung firmenexterner Handwerker lehnte der BJB-Seniorchef aus Kostengründen ab. Zum Neheimer Betrieb gehören insgesamt rund 630 Mitarbeiter inklusive Auszubildende.

Die Um- und Neubaumaßnahmen sollen nun erst im Herbst 2013 beginnen und bis Ende 2014 abgeschlossen sein. Anlass der baulichen Neustrukturierung des Neheimer Werks sind die allmählich zu klein werdenden Hallen der Kunststoffspritzerei. Da im Laufe der Jahre die Maschinen immer größer wurden und immer schwerere Werkzeuge an Deckenkränen transportiert werden müssen, reicht langfristig die bestehende Deckenhöhe mit der damit verbundenen Deckentragfähigkeit nicht mehr aus, um die künftig immer noch größeren Maschinen einzusetzen..

„Wir brauchen also eine neue Halle mit deutlich höherer Decke, an denen Kräne Lasten mit über drei Tonnen transportieren können“, sagt Dieter Henrici. Standort der neuen Halle soll die Fläche werden, auf der jetzt noch das alte „Osram-Gebäude“ steht. Dieses Gebäude soll im Herbst 2013 abgerissen werden. Den Namen „Osram“ erhielt das Gebäude, weil nach dem Zweiten Weltkrieg die Firma Osram, deren Werk zerstört worden war, etwa eineinhalb Jahre Lampen im Neheimer BJB-Werk produziert hatte.

Vor dem Abriss muss Ersatzraum für die Lehrwerkstatt und die Handwerker-Abteilung geschaffen werden, die sich derzeit im Osram-Gebäude befinden. Daher wird zunächst die ehemalige, heute leer stehende Galvanik für die Handwerker neu hergerichtet. Die Lehrwerkstatt wird in Räume einziehen, die vom Werkzeugbau abgetrennt werden. Nach Umzug von Lehrwerkstatt und Handwerkern und Abriss des Osram-Gebäudes wird 2014 mit dem Neubau einer 30 x 50 Meter großen Halle begonnen.Die drei kleineren Hallen, in denen sich jetzt die Kunststoffspritzerei befindet, werden künftig zur Lagerung von Halbprodukten und für firmenlogistische Zwecke genutzt. Für alle Um- und Neubauarbeiten wird BJB insgesamt 5 Mio. Euro investieren.

Martin Schwarz


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