BI fordert Verzicht auf Nachtarbeit im Steinbruch Habbel

Steinbruch Habbel
Steinbruch Habbel
Foto: www.blossey.eu

Müschede..  Die Bürgerinitiative (BI) gegen die geplante Erweiterung des Müscheder Steinbruchs Habbel hat an Arnsberger Kommunalpolitiker sowie an die Stadtverwaltung einen offenen Brief geschrieben mit dem Ziel, dass die Stadt das Einvernehmen mit dem Genehmigungsantrag der Firma Ebel verweigert. Auch ruft die Initiative Bürger, die die Erweiterung ablehnen, dazu auf, ihre Einwände bis zum 27. April kundzutun. Unter koha4.de im Internet hat die BI ihren offenen Brief im Wortlaut sowie das Verfahren zur Einwand-Erhebung dargestellt.

Nach Sichtung der von der Firma Ebel eingereichten Genehmigungsunterlagen sieht die BI ihre Bedenken gegen ein größeres Abbaugebiet nicht entkräftet. Die BI betont, dass die Belästigungen durch Erschütterungen, Staub und Lärm deutlich verringert werden müssten. Auch seien kontinuierlich Messungen nötig. Insbesondere sei nicht einzusehen, dass der Steinbruch Habbel als einziger Steinbruch im Umkreis nachts arbeite. Deshalb solle im Betrieb nur noch von 6 bis 22 Uhr gearbeitet werden.

Zweifel an Unabhängigkeit

Die Unabhängigkeit des von der Firma Ebel eingereichten Sprenggutachtens „Ex 2009“ wird von der BI in Zweifel gezogen. Das Gutachten stütze sich auf Daten der Firma MAXAM Deutschland, die Sprengungen im Auftrag der Firma Ebel durchführe. MAXAM habe allerdings ein erhebliches Eigeninteresse, auch weiterhin Sprengungen durchzuführen. Zu dieser Kritik befragte unsere Zeitung den Steinbruchgeschäftsführer Burkhard Ebel. Er verwies, darauf, dass die von MAXAM erhoben Daten objektive Mess-Ergebnisse seien. Die Daten würden die Realität im positiven Sinne für die Müscheder Bürger widerspiegeln. „Denn die Messwerte bei den Sprengungen lagen in den vergangenen Jahren stets 90 Prozent unter dem erlaubten Grenzwert“, sagt Ebel.

Auf den nächtlichen Betrieb könne nicht verzichtet werden. „Nachts holen Lkw Steinmaterial für den Straßenbau ab, damit es morgens an der Baustelle sein kann. Ein Verzicht darauf wäre für unseren Betrieb existenzgefährdend“, so Ebel. Die Tatache, dass in den umliegenden Steinbrüchen nachts nicht gearbeitet werde, beruhe auf der Absprache, die nächtliche Arbeit auf einen Betrieb zu konzentrieren. Habbel habe die beste Autobahnanbindung.