Betreiberwechsel im Neheimer R-Café

Durchschnittlich 1500 Gäste kommen täglich zwischen 9 Uhr morgens und 1 Uhr nachts ins R-Café. Der 58-jährige Neheimer Wirt Jirka Janousek (rechts) will sich nach der Vermietung ans „Café Extrablatt“ zur Ruhe setzen.
Durchschnittlich 1500 Gäste kommen täglich zwischen 9 Uhr morgens und 1 Uhr nachts ins R-Café. Der 58-jährige Neheimer Wirt Jirka Janousek (rechts) will sich nach der Vermietung ans „Café Extrablatt“ zur Ruhe setzen.
Foto: WP

Neheim..  Jirka Janousek, Inhaber des R-Café, wird zum 15. Juni 2015 sein großes Lokal am Neheimer Ruhrufer an die Gastro-Kette „Café Extrablatt“ vermieten. Janousek ist sich mit Extrablatt handelseinig, die Verträge müssen noch unterschrieben werden. Der 58-jährige Neheimer Wirt will sich nach 36 Arbeitsjahren in der Gastronomie, davon vier Jahre im R-Café, zur Ruhe setzen. Für die Gäste des R-Café wird sich ab Mitte Juni nicht viel ändern. Das Gastro-Konzept des „Café Extrablatt“ ist ähnlich dem des R-Café. Neben großer Frühstücksauswahl wird es Salate, Pizzen, Burger etc. sowie eine große Auswahl an Getränken (vom Kaffee bis zum Cocktail) geben.

Vier Tage Umbauarbeiten

Das R-Café wird wegen Umbauarbeiten nur vier Tage geschlossen sein ( vom 15. bis einschließlich 18. Juni - Wiederöffnung ist dann am Freitag, 19. Juni). „Es werden nur kleine dekorative Elemente verändert, das Inventar wie Tische und Stühle bleibt genauso erhalten wie der Name R-Café“, berichtet Jirka Janousek. Besonders freut er sich darüber, dass die Manager der Gastro-Kette Extrablatt vertraglich zugesichert haben, dass alle 73 R-Café-Mitarbeiter, wenn sie wollen, im Rahmen der Betriebsübernahme demnächst fürs Extra-Blatt arbeiten können. Janousek bleibt im Eigentum der Immobilie mit 8000 qm Grundstück und 1000 qm Lokalfläche.

Jirka Janousek und seine 55-jährige Frau Daggi, die im R-Café mitgearbeitet hat, können künftig von den Pachteinnahmen leben. „Nach all den stressigen Jahren in der Gastronomie wollen wir es jetzt etwa ruhiger angehen lassen und das Leben genießen“, schmunzelt Jirka Janousek, der mit seiner Frau ab Spätsommer 2015 in einem Wohnmobil durch Europa fahren will.

Jirka Janousek ist Gastronom mit Leidenschaft. Er begann 1976 als Wirt des Bistro „Milijöh“ in Alt-Arnsberg, es folgten 15 Jahre im Sportpark in Niederense und vier Jahre im „Sägewerk am Möhnesee (SAM)“, bevor er am 9. März 2011 das R-Café eröffnete. Sein Gastro-Konzept am Ruhr-Ufer (fernab der Innenstadt) wurde zunächst von Skeptikern belächelt, doch der enorme Erfolg des R-Café strafte alle Kritiker Lügen. Janousek sagt: ,Heute besuchen uns durchschnittlich täglich 1500 Gäste zwischen 9 Uhr morgens und 1 Uhr nachts. Zu den Kunden gehören alle Altersgruppen - von den Jugendlichen bis zu den Senioren. Ich danke allen Gästen und Mitarbeitern, die zu diesem Erfolg beigetragen haben.“

HINTERGRUND

Die Gastro-Kette „Café Extrablatt“ ist mittlerweile an mehr als 70 Standorten in Deutschland und auch im Ausland vertreten. Das „Extrablatt“ gibt es zum Beispiel bereits in Bochum, Hamm, Lippstadt und Unna. Das Extrablatt-Gastro-Konzept ist ähnlich dem des R-Café.