Besorgte Neheimer Eltern fordern Zebrastreifen

Eltern und Kinder am Kreisverkehr vor St.-Michael-Kirche
Eltern und Kinder am Kreisverkehr vor St.-Michael-Kirche
Foto: WP

Neheim/Alt-Arnsberg..  Die schnelle Reaktion der Stadtverwaltung auf Beschwerden von Eltern, die eine Nachbesserung des zu dunklen Zebrastreifens im Bereich Johannes- und Adolf-Sauer-Schule in Alt-Arnsberg wünschen, beeindruckte Neheimer Eltern von Kindern, die den St.-Michael-Kindergarten bzw. die St.-Michael-Grundschule besuchen. So schnell möge nun die Stadt auch in Neheim raegieren.

Denn breits im Oktober 2014 berichtete unsere Zeitung über die Forderung der Neheimer Eltern, endlich einen Zebrastreifen an der Einmündung Alter Holzweg / Ehm-senplatz sowie an den weiteren benachbartenStraßeneinmündungen des dortigen Kreisverkehrs zu schaffen. Die SPD-Ratsfraktion hatte diese Forderung zwischenzeitlich in einem am 20. Februar 2014 gestellten Antrag an die Stadtverwaltung aufgegriffen, doch bis heute ist auf dem Schul- und Kindergartenweg vor der St.-Michael-Kirche nichts passiert.

Eltern sind maßlos enttäuscht

Die Neheimer Eltern sind maßlos enttäuscht, dass ihre schon seit mehreren Jahren bestehende Forderung zur Einrichtung von Zebratreifen bis heute nicht umgesetzt wurde. Umgekehrt sieht die Stadt im Bereich Johannes-/Sauerschule in Alt-Arnsberg sofort Anlass zum Handeln. Wie passt das zusammen?

Das Argument der Stadt, in Neheim müssten - im Gegensatz zu Alt-Arnsberg - ganz neue Zebrastreifen angelegt werden (in Alt-Arnsberg geht es um eine Instandsetzung bzw. Verbesserung), ist für viele Eltern schwer nachvollziehbar. Denn schon vor Jahrzehnten hat es an der Einmündung Alter Holzweg / Ehmsenplatz sowie an der Einmündung Michaelstraße / Ehmsenplatz jeweils einen Zebrastreifen gegeben, den die Stadt Arnsberg dann aber hat verfallen lassen.

Stadt ließ Zebrastreifen verfallen

Mit Einführung von Tempo 30 seien - nach offizieller städtischer Les-Art - die Fußgängerüberwege gänzlich überflüssig geworden, weil dann ja die Autofahrer sowieso langsamer fahren müssten. „Dies tun die Autofahrer aber defintiv nicht. Hier wird oft gerast und bei den ,Rush Hours’ im Schüler- und Kindergartenverkehr, täglich zwischen 7 und 8Uuhr sowie zwischen 11 und 12 Uhr, sind schon viele gefährliche Situatonen am zugeparkten Alten Holzweg entstanden“, berichteten schon im Oktober 2014 übereinstimmend die besorgten Eltern Jutta Babilon-Schlinkmann und Anja Potthoff.

Nach Informationen unserer Zeitung will die SPD Neheim in der nächsten öffentlichen Sitzung des Bezirksausschusses Neheim am 9. Februar um 17.30 Uhr im Neheimer Rathaus das Thema „Fußgängerüberweg auf dem Alten Holzweg“ nochmals zur Sprache bringen.. Dann wird es auch um Kosten gehen, die für die Stadt ein Hindernis bei der schnellen Umsetzung der Elternforderung darstellen. Denn die Stadt berichtete damals von teurer neuer Beleuchtung, die an neuen Zebrastreifen nötig sei. In der jetzigen Stellungnahme der Stadt zum Zebrastreifen in Alt-Arnsberg verblüfft allerdings die Bemerkung, dass hier in der Tempo-30-Zone mit Straßeneinmündung Straßenbeleuchtung ausreiche bzw. nur nachgebessert werden müsse. Das hätte man schon vor 40 Jahren am Alten Holzweg machen können.

HINTERGRUND

Knifflige Rechtslage

Die Stadtverwaltung verweist bei der Neuanlage von drei Fußgängerüberwegen am Kreisverkehr Ehmsenplatz auf die rechtliche Lage, wonach die Straßenverkehrsbehörde zunächst prüfen müsse, ob ausnahmsweise an diesem Kreisverkehr mit Tempo-30-Regelung Zebrastreifen angelegt werden dürften. Dies sieht die Rechtslage eigentlich nicht vor. Wenn eine Ausnahme zulässig sei, könnten auch Haushaltsmittel bereit gestellt werden.