Baustart für neues Gemeindehaus neben Christuskirche

Neben der Neheimer Christuskirche haben die Bauarbeiten zur Errichtung eines neuen Gemeindehauses begonnen. Das Gebäude soll Ende 2015 fertig gestellt sein.
Neben der Neheimer Christuskirche haben die Bauarbeiten zur Errichtung eines neuen Gemeindehauses begonnen. Das Gebäude soll Ende 2015 fertig gestellt sein.
Foto: WP Ted Jones

Neheim.. In dieser Woche begannen die Bauarbeiten zur Errichtung eines neuen Gemeindehauses neben der Neheimer Christuskirche. Das 730 000 Euro teure Bauprojekt finanziert die Evangelische Kirchengemeinde Neheim zu einem großen Teil aus dem Verkaufserlös der Immobilie „Gemeindehaus am Fresekenweg“ sowie aus Rücklagen und auch aus Mitteln eines zinslosen Darlehens des Kirchenkreises Arnsberg. Das neue Gemeindehaus an der Burgstraße soll Ende dieses Jahres fertig gestellt sein.

Neubau kostet 730 000 Euro

In der Kirchengemeinde ist der Neubau umstritten. Bei einer Unterschriftenaktion lehnten mehr als 150 Neheimer das Projekt ab. Es gab auch zahlreiche kritische Leserbriefe, die in unserer Zeitung erschienen. Demgegenüber betonten das Presbyterium der Kirchengemeinde, aber auch weitere Bürger die Vorzüge des Neubaus. Wie heute die 4500 Mitglieder starke Evangelische Kirchengemeinde Neheim das Projekt mehrheitlich beurteilt, kann niemand genau sagen. Es gibt eine große schweigende Mehrheit, die sich nicht öffentlich zum Thema äußert. Auch nach diversen Info-Veranstaltungen und Gemeindeversammlungen blieben die bekennenden Gegner des Projekts bei ihrer Ablehnung, eine Mediation zwischen Gegnern und Befürwortern des Neubaus endete erfolglos .

In einer Presseerklärung zum Baubeginn verweist das Presbyterium nun darauf, dass die kirchenaufsichtliche Genehmigungsurkunde des Landeskirchenamts in Bielefeld sowie die Baugenehmigung der Stadt Arnsberg und die denkmalrechtliche Erlaubnis der unteren Denkmalbehörde vorliegen. „Nach Eingang all dieser Genehmigungen hat das Presbyterium einstimmig den Bauauftrag erteilt“, erklärt Pfarrer Dr. Udo Arnoldi als Presbyteriumsvorsitzender.

Das Presbyterium will jetzt positiv nach vorn schauen: „Der Neubau soll zu einem Projekt der Freude werden. Denn das neue Haus an der Christuskirche stärkt die Kirche und die Kirche stärkt das neue Gemeindehaus. Das Leben der Gemeinde wird an einem zentralen Ort in der Stadt konzentriert“, heißt es in der Presseerklärung. Das neue Gemeindehaus solle Raum für alte, aber auch neue Formen bieten. Gottesdienste könnten eingebettet werden, indem die Gemeinde im Gemeindehaus den Gottesdienst mit vorbereite oder dort ausklingen lasse.

Zur Bau-Ausführung: Neben der Christuskirche entsteht ein eingeschossiger Flachdach-Neubau (ohne Kellergeschoss) auf einer bisherigen Freifläche. Es wird ein überdachter Gang (ohne Seitenwände) zwischen Kirche und Neubau geschaffen. Zu diesem Zweck wird in die östliche Seitenwand der Kirche eine neue Tür eingebaut.

HINTERGRUND

Das bisherige Gemeindehaus am Fresekenweg kann - bis zur Fertigstellung des Neubaus - von den Gruppen, die sich dort treffen, weiterhin genutzt werden. Dies wurde mit dem Käufer der Immobilie so vereinbart.

Das Presbyterium will möglichst viele Gemeindemitglieder für die Nutzungsmöglichkeiten, die der Neubau bietet, begeistern. Die vielfältige Nutzung soll mit allen Interessierten geplant werden. Der Abschied vom alten Gemeindehaus soll mit Mitgliedern der Gruppen gestaltet werden. Über den Fortschritt der Bauarbeiten soll die Gemeinde immer wieder informiert werden.