Aussichten auf neue Arbeitsstelle sind nicht schlecht

Das Neheimer BJB-Werk
Das Neheimer BJB-Werk
Foto: Hans Blossey

Neheim..  Angesichts des Fachkräftebedarfs im Sauerland sind die Aussichten nicht schlecht, dass ein großer Teil der BJB-Mitarbeiter, die zur Transfer- und Qualifizierungsgesellschaft (TraQ) wechseln, eine neue Arbeitsstelle in einem anderen Betrieb finden. Denn bereits zwei Tage nach Bekanntgabe des Personalabbaus bei BJB haben sich einzelne Firmen bei der TraQ GmbH in Meschede gemeldet und Interesse an Arbeitskräften bekundet, die zum 1. September 2015 bei BJB ausscheiden. Dies berichtete gestern auf Anfrage unserer Zeitung Brigitte Henke, Leiterin des Beschäftigtentransfers bei der TraQ. Zunächst gehe es aber darum, im August in individuellen Gesprächen mit den 38 betroffenen BJB-Mitarbeitern, denen ein Wechsel zur TraQ angeboten wird, ein „Berufsprofil“ zu erarbeiten.

Berufsprofil wird erstellt

Fachkräfte des TraQ-Teams werden in Einzelgesprächen mit den betroffenen BJB-Mitarbeitern über Berufsausbildung, berufliche Erfahrungen sowie die Wünsche des Betroffenen an eine neue Arbeitsstelle bzw. das Angebot an freien Stellen auf dem Arbeitsmarkt sprechen.

„Ziel der TraQ ist es, im Rahmen einer bis zu einem Jahr dauernden Beratung und Begleitung, die BJB-Mitarbeiter in eine neue Stelle in einem anderen Unternehmen zu vermitteln“, erklärt Brigitte Henke. In den vergangenen zehn Jahren habe die TraQ in den bisherigen zahlreichen Transfer- und Qualifizierungsmaßnahmen durchschnittlich 70 Prozent der Mitarbeiter, die aus einem Unternehmen zur TraQ wechselten, in eine neue Stelle vermitteln können. Mit Blick auf die einzelnen Maßnahmen habe die Vermittlungsquote zwischen 50 und nahezu 100 Prozent gelegen. Jetzt sei es allerdings noch viel zu früh, eine Quoten-Prognose für BJB-Mitarbeiter zu geben.

Bei einem Vortrag vor Betroffenen im BJB-Werk hat Brigitte Henke bereits die Möglichkeiten verschiedener beruflicher Weiterqualifizierungen während der TraQ-Zeit erläutert. In Kooperation mit Weiterbildungsinstituten gebe es z. B. im gewerblich-technischen Bereich Fortbildungen bei CAD, SPS-/CNC-Programmierung, Schweißtechnik, Werkstoffprüfung oder Elektrotechnik. Für Kaufleute gebe es z. B. Schulungen im Bereich EDV, Controlling, Buchhaltung, Steuerrecht.