Aus Baumbach kann Forschungsobjekt werden

Kanalisiert hinter dem  alten FSG-Gebäude verläuft heute der Baumbach: Am Zaun steht der Leiter des Franz-Stock-Gymnasiums, Dr. Andreas Pallack.
Kanalisiert hinter dem alten FSG-Gebäude verläuft heute der Baumbach: Am Zaun steht der Leiter des Franz-Stock-Gymnasiums, Dr. Andreas Pallack.
Foto: WP

Hüsten..  Auf der Grünfläche zwischen Kleinbahnstraße und Franz-Stock-Gymnasium soll demnächst wieder der Baumbach verlaufen - nicht kanalisiert, sondern in renaturierter Form. Der Bach soll laut Dr. Andreas Pallack, Leiter des Franz-Stock-Gymnasiums, nicht nur für die Schüler der anliegenden Schulen erlebbar sein, sondern auch für Mitarbeiter umliegender Firmen sowie für Anwohner. Wenn es nach Andreas Pallack ginge, könnten dort auch Picknick-Konzerte stattfinden, da es durch die Umlegung zu einer sehr schönen Location werden würde.

Aus den Unterlagen der Stadt geht hervor, dass wichtige Gegebenheiten wie zum Beispiel, dass das „Planungsgebiet nicht im Überschwemmungsgebiet des 100-jährigen Regenereignisses“, sondern „nur im Bereich des Extremhochwassers liegt“ erfüllt sind. Ebenso gibt es keine Bedenken im Bereich des Themas Artenschutz, da „keine Fundpunkte artenschutzrechtlich relevanter Arten im Planungsgebiet gefunden wurden“.

Dr. Pallack befürchtet keine Verschmutzung des neu angelegten Baumbachs, da der Bach im Sichtfeld liege und das umliegende Areal von den Leuten benutzt, begangen und wertgeschätzt werde. Dies sei das gleiche Prinzip wie beim Oberstufenbereich am Kulturzentrum. Hier gab es im letzten Jahr starke Verschmutzung, weshalb Schüler sich beschwerten und er kurzzeitig geschlossen werden musste. Seitdem wird er auch wertgeschätzt und es gibt keine Probleme mehr. „Zurzeit sei der Weg am Baumbach entlang zum A-Gebäude dagegen auch noch sehr vermüllt, da hier eine Zuständigkeitsfrage zwischen dem Kreis und der Stadt nicht geklärt ist und deshalb nicht genug Mülleimer vorhanden sind“, erklärt Pallack. Aus diesem Grund wird ein neuer Weg zum A-Gebäude entstehen, der auch bereits in die neue Beschilderung integriert wurde. Andreas Pallack berichtet: „Bei der Umlegung geht es allerdings nicht nur um die Verschönerung des Schulgeländes, sondern auch um die Wiederbelebung eines alten Biotops.“ Dies würde auch zu der Erforschung des Baumbachs durch Schüler, auch weiter entfernter Schulen, beitragen. „Auf diese Weise würden Schüler Bildung erfahrbar wahrnehmen. Umgesetzt werden könnte dies mit Hilfe eines Labors, das sich am Ufer des Baumbachs befände. Hier würde Unterricht stattfinden und die Schüler könnten selbst arbeiten.

Baubeginn ist noch ungewiss

Einen genauen Termin für den Beginn der Umbauten gibt es laut Stadt noch nicht, da der Baumbach im Zusammenhang mit mehreren Umbauten im Bereich des Berliner Platzes getätigt werden soll. Hierzu gehören Klettergerät sowie Sitzgelegenheiten (eine Baumbach-Lounge). Vor dem Baustart wird noch eine wasserrechtliche Genehmigung benötigt und im Haushalt müssen entsprechende Mittel bereitgestellt werden. Für die Kosten wird voraussichtlich eine Landesförderung von 80 Prozent beantragt.