Auf Möhnestraße sind Pflastersteine neu zu verlegen

Pflasterarbeiten auf der Möhnestraße
Pflasterarbeiten auf der Möhnestraße
Foto: Martin Schwarz
Was wir bereits wissen
  • Zehn Jahre nach der Neheimer Fußgängerzonen-Sanierung wurden neue Pflasterarbeiten nötig
  • Betroffen ist die Möhnestraße im Abschnitt zwischen Haupt- und Apothekerstraße
  • Auf der Hauptstraße besteht laut Stadtwerke kein Handlungsbedarf, da es dort damals einen besseren Straßenunterbau gab

Neheim..  Einige Neheimer sind überrascht, dass schon nach zehn Jahren, nachdem ein großer Teil der Neheimer Fußgängerzone neu gepflastert wurde, nun auf dem Möhnestraßenabschnitt zwischen Haupt- und Apothekerstraße das Pflaster wieder aufgehoben wird und einen neuen Unterbau erhält. Besorgte Bürger fragen: Droht Ähnliches auf der Hauptstraße? Der Straßenbauchef der Stadtwerke, Wolfgang Schomberg, kann aber die Gemüter beruhigen: „Auf der Hauptstraße müssen wir das nicht machen. Dort gibt’s einen ganz anderen, besseren Unterbau!“

Zur Erinnerung: Im Jahr 2006 wurde die Neheimer Hauptstraße neu gestaltet und erhielt dabei insbesondere neue Pflastersteine im Abschnitt zwischen Hauptstraße/Ecke Möhnestraße bis einschließlich Bexleyplatz. Auf der Hauptstraße zwischen Glockenspiel und Einmündung Burgstraße sowie direkt vor den Geschäften an der Möhnestraße zwischen Haupt- und Apothekerstraße sowie längsseits des Doms blieb das alte Pflaster liegen.

Auf dem Möhnestraßenabschnitt wurde das Pflaster nur in der mittleren Fahrspur ausgetauscht, ohne allerdings für einen ähnlich tiefen neuen Unterbau wie auf der Hauptstraße zu sorgen. „Die Etatmittel waren damals begrenzt. Wir mussten mit dem Geld auskommen, dass nach der Neugestaltung der Hauptstraße übrig blieb. Deshalb wurde auf dem kleinen Möhnestraßenabschnitt das Pflaster nur ausgetauscht - ohne neuen tiefen Unterbau“, erklärt Straßenbauchef Schomberg auf Anfrage unserer Zeitung. Es habe damals der Wunsch bestanden, den mittleren Streifen des Möhnestraßenabschnitts ähnlich wie auf der Hauptstraße zu pflastern, um auch eine bessere optische Anbindung zu schaffen.

Fünfstellige Summe nötig

Angesichts der damaligen baulichen Voraussetzungen könne es zehn Jahre später nicht verwundern, dass das Pflaster der Fahrspur nun aufgenommen worden sei. Jetzt seien 20 Zentimeter Frostschutzunterbau eingezogen worden. Auch seien Maßnahmen getroffen worden, die die Wasserdurchlässigkeit wieder gewährleisten, so Wolfgang Schomberg.

Die alten Steine wurden wieder neu verlegt. Die jetzigen Baukosten für den Möhenstraßenabschnitt bezifferte Schomberg auf eine „fünfstellige Summe im niedrigen Bereich“.

Die Arbeiten auf dem Möhenstraßenabschnitt begannen planmäßig in den Herbstferien am Montag, 10. Oktober, und gingen zügig voran. Rein äußerlich erscheinen sie mittlerweile nahezu abgeschlossen, doch auf der Baustelle erfuhr unsere Zeitung, dass sich die Arbeiten doch noch etwas hinziehen. Gestern Nachmittag war die Baustelle noch gesperrt. Deshalb ist der Möhnestraßenabschnitt noch nicht befahrbar. Fußgänger können die Baustelle aber seitlich passieren.

Schwerlastverkehr auf der Einkaufsmeile

Der Schwerlastverkehr auf der Möhnestraße - im Abschnitt zwischen Haupt- und Apothekerstraße - hatte zur Fahrspurbildung geführt. Denn hier waren nicht nur Anlieferfahrzeuge für Geschäfte der Fußgängerzone, sondern auch Schwertransporter für den Festzeltaufbau auf dem Marktplatz unterwegs.

Die dicken Pflastersteine wurden durch Lkw aber nicht gebrochen, sondern hatten sich mit Stolperkantenbildung versetzt. Aus Verkehrssicherungspflicht war das alte Pflaster noch mal neu zu legen. Für die Hauptstraße sehen die Stadtwerke diesen Bedarf nicht, da es dort einen besseren Straßenunterbau gebe.