Acht Hartz-IV-Empfänger für die Stadtwacht
14.01.2009 | 22:06 Uhr 2009-01-14T22:06:00+0100Neheim. Die SPD-Ratsfraktion hat einen neuen Vorschlag zur von der CDU geforderten Stadtwacht gemacht: Statt eines privaten Ordnungsdienstes solle man mit den Geld lieber Arbeitslose in Lohn und Brot bringen.
"Wir sollten jetzt Nägel mit Köpfe machen und das Thema der Ordnungspartnerschaft durchbringen", so SPD-Vize Harald Kaufung. "Dabei sollten wir auch die Gelegenheit nutzen, mit dem angedachten Betrag von 100000 Euro möglichst viele Arbeitsplatze bereitzustellen. Die Möglichkeit, Hartz-IV-Empfängern über die Industrie und Handelskammer mit einer Sachkundeprüfung zu qualifizieren, dürfen wir nicht verschlafen".
Es könnten ungefähr acht Personen mit einer täglichen Arbeitszeit von 8 Stunden für mehr Sicherheit in Arnsberg sorgen, und hätten somit auch die Chance auf eine angemessene tarifgebundene Bezahlung. Als städtische Beschäftigte können die Ordnungspartner auch ordnungsbehördliche Anordnungen erlassen. Das SGB II §16a sehe es vor, so Kaufung, ALG-II-Empfängern in regulären Arbeitsverhältnissen zu beschäftigen und diese mit 75% der Personalkosten zu bezuschussen.

19:54
Ganz vergessen: Herumstreunende Köter erhalten natürlich sofort einen Tritt in den Hintern und würden künftig ihr Geschäft jenseits der Stadtgrenzen verrichten.
19:49
Hyallo . mein Name ist Wyatt Earp. Hiermit bewerbe ich mich als Stadtwächter in Arnsberg, speziell im wilden Neheim. Ich verfüge über ausreichende Berufgserfahrung, war u.a. in Dodge City und in Tomstone tätig. Mein berühmtester Fight fand im O.K.-Corral statt. Der Friedensrichter in Tombstone wird hiermit als Referenz angegeben.
Auch mit den wilden Burschen und Trunkenbolden in Neheim City würde ich aufräumen.
Gehaltsvorsstellungen: 1 US-Dollar pro Stunde, freie Kost und Logie, Beteiligung an der örtlichen Glückspielszene. Meine im Dienst zu verballernde Munition könnte von einem ansässigen Waffenhändler gesponsert werden.
Übrigens: Mein Freund Doc Holliday wäre ebenfalls an dem Job interessiert. Wir könnten dann zu zweit in Neheim für die gewünschte Ruhe und Ordnung sorgen.
Dem Vortstellungsgespräch mit dem örtlichen Bürgerkomitée sehe ich gern entgegen.
15:09
Nein, Ausbildung und Erfahrung helfen immer!! Aber hier geht es ja nicht nur um Erfahrung und Ausbildung sondern auch um die Befugnisse die eine solche Stadtwacht haben sollte.
Denn es gibt Menschen, die sehen Fehlverhalten nicht ein, auch wenn sie noch so freundlich darauf angesprochen werden und dann???
Kommt die Polizei, aber warum dann nicht von Anfang an???
09:18
Den Grund würd ich gern mal erfahren,gelten Ausbildung und Erfahrung auf einmal weniger nur weil man zu einem Hartz4 Empfänger geworden ist?
07:17
Ich bin froh das der Überwachungsstaat seit fast 20 Jahren Geschichte ist. Big Brother is watching you ??? Nur weil 1 mal im Jahr etwas passiert ? Wir leben hier doch nicht in FFM! Kommt mal wieder auf den Boden der Arnsberger Realität zurück. Ich möchte den Hartz4 Empfängern ja nicht zu nahe treten, aber ich bezweifele sehr, das dieser Personen die Richtigen für so einen Job sind.
23:02
wie ich schon im anderen Bericht mal andeutete, 100.000 EURO ist viel Geld, aber dafür gute Leute im Dauerdienst bei einem guten, Familen ernährenden Gehalt?? NEVER!!
Der Wahlkampf naht und Sicherheit ist ein gutes Thema.
Aber, wofür wird von meinem Steuergeld eine Polizei bezahlt?
Zum Eierschaukeltn?
Es gibt ungefähr 101 wichtigere Baustellen in der Stadt, aber wenige die so Werbewirksam sind.
Laut war es schon immer in der Innenstadt, ein Stadtwächter ohne Befugnisse wird ungefähr so ernst genommen wie ein lauwarmer Sommernachtregen.
Das ein Stadtwächter um 23 Uhr den Bürger auf der Möhnestr. oder in Moosfelde oder auf dem Hüstener Markt sicherer macht glaubt selbst der initiator nicht.
Es wird dann so enden, das 2 gutuniformierte Personen die Hauptstr.. nett grüßend rauf und runter schlendern, dort freudig gesehen sind und an allen anderen orten der sowieso nicht vorhandene Bär weitersteppt.
Wie wär es denn mit Kameraüberwachung?
Soll in good old Endland ganz gut funktionieren?
Die Monitore könnte sogar unsere scheinbar nicht mehr existente Polizei nebenbei beim ausfüllen
von Formularen (soll ja angelblich viel Kapazität dort fressen) beobachten.
Mit viel Glück sehen sie sogar einer der beiden jährlich in Neheim vorkommenden Überfälle auf angesäuselte Fußgänger.
Man erkentnt unschwer. ernst nehmen kann man das Thema Stadtwache nicht.
Ein anderer Vorschlag wäre, die 100.000 EURO in die Jugendarbeit zu stecken.
21:09
Da bin ich ja mal gespannt welche hochmotivierte Mitarbeiter die Stadt da beschäftigen möchte. Denn wer legt sich schon für ein angemessenes Gehalt mit seinen Mitbürgern an? Nicht, dass man das gut ausgebildetem Personal nicht zumuten könnte, aber ich bin immer noch der Meinung, Recht und Ordnung durchzusetzen ist Staatsangelegenheit und daher halte ich es für angemessen, wenn die Polizei hier zuständig ist. Aber da selbst die Polizei in manchen Fällen schon Probleme hat sich gegen renitente Mitbürger durchzusetzen, wie soll das erst bei Personal aussehen welches eine Sachkundeprüfung abgelegt hat?
14:22
Ich bin froh, daß endlich einmal dieses wichtige Thema aufgegriffen wurde. Wichtig ist nur, daß gut ausgebildetes Personal zum Einsatz kommt. Für mich wäre es selbstverständlich für diesen Dienst auch ein angemessenes Gehalt zu zahlen. Öffentlichen Parks, Parkhäuser und die Innenstadt werden somit sicherer.
Ein Auge könnte auch auf Hundebesitzer gelenkt werden die täglich öffentliches als auch privates Eigentum verschmutzen und beschädigen.
13:24
@ Olli:
Ich habe ja nicht verallgemeinert - ich schrieb: ...sollen dann evtl... - ein solcher Fall kann durchaus vorkommen, das ist ja nicht von der Hand zu weisen und wird letztlich durch einige meiner Erfahrungen mit der ehemaligen AlIA (ArbeitslosenInitiative Arnsberg) und deren Nachfolger NAA (Neue Arbeit Arnsberg) untermauert - auch hier stellen die Einzelfälle wiederum keinen generellen Zustand dar! Da bekam ich seinerzeit nämlich mal bei einer Nachfrage mitgeteilt, dass die jungen Menschen ja schließlich erst an die Arbeit gewöhnt werden müssten...da gings drum, dass die bereits nach 30 Minuten Rasenmähen eine Pause von sage und schreibe 2 Std. eingelegt hatten!
Es ist alles zu befürworten, was zu mehr Sicherheit (-sgefühl) führt. Wenn dies gleichzeitig zur Integration auf dem Arbeitsmarkt führt, so ist dies durchaus noch sinnvoller.
Gleichzeitig ist aber die Intention zu beachten: Bei einer testweisen Beauftragung eines Sicherheitsdienstes kann nach der Auftragslaufzeit von 1 Jahr nach dem Ergebnis geschaut werden und der Vertrag dann nicht verlängert werden (wenn nötig). Das ist bei einer Einstellung in den Personalbestand der Stadt nicht möglich und müsste dann wieder von allen Bürgern getragen werden. Hier muss dann schon über Ziel und Weg gestritten werden. Über das Ziel sind sich sicherlich die meisten einig!
12:59
Woher das Qualifizierte Personal kommt ist mir fast egal, hauptsache es geschiet etwas, als direkter Anwohner der Innenstadt nervet die Ruhestörung, der Vandalismus und die Verschmutzung gewaltig.
Allerdings muss auch mehr Polizeipräsents in den Nächten gezeigt werden.