83-jährige Künstlerin zeigt Arbeiten in der Sparkasse Neheim

Neheim/ Bruchhausen..  „Von A bis Z - von Alizarinblau bis Zinnoberrot“ heißt die Ausstellung von Christa Stolze aus Bruchhausen. Zur der Eröffnung der Ausstellung im Foyer der Sparkassen Gebietsdirektion Neheim kamen rund 60 Besucher. Sehr bewegt bedankte sich die 83-jährige Künstlerin bei den Mitorganisatoren.

Stolze hatte zu den 60 Kunstwerken in ihrer Ausstellung noch zusätzlich drei kleine persönliche Bilder für ihre Enkel angefertigt. „Es wäre schön, wenn sie die Bilder von einem Teil ihres Taschengeldes kaufen würden. Da der Erlös der Ausstellung für die Hospizstiftung Arnsberg-Sundern bestimmt ist“, so Stolze. Sie wünscht sich, dass die Bilder ihre Enkel und die anderen Käufer an die Spende erinnern. Dr. Wilhelm Geldmacher, Vorsitzender der Hospizstiftung, bedankte sich schon im Vorfeld für die Spenden. Nach dem offiziellen Teil der Eröffnung durch Stephan Köster (Sparkasse) ging Stolze gemeinsam mit Kathrin Überholz vom Arnsberger Kulturbüro durch die Ausstellung. In einem Dialog erzählte die Künstlerin die Entstehung der Idee zu einigen ihrer Kunstwerke.

Vielfalt an Materialien

Stolzes Bilder sind von einer Vielfalt von Materialen geprägt. Aus Aquarell, Acryl, Kreide oder Wachs, ob mit Pinsel, Feder, Bleistift oder Spachtel auf Leinen, Papier oder Holz entstanden ihre Kunstwerke. Dabei sind ihr Arbeiten aus Keramik und Ton nicht fremd. „Ich habe in dieser Richtung alles ausprobiert, dabei bin ich ganz ohne Angst an die Materialen gegangen. Was soll denn passieren“, so die Künstlerin. Seit rund fünf Jahren hat sie auch den Bereich der Enkaustik aufgegriffen. „In einem Kurs bei Haimo Hieronymus habe ich mich dafür begeistern können“, so Stolze. Enkaustik ist eine Maltechnik, bei der Farbpigmente in Wachs gebunden, heiß auf den Untergrund aufgetragen werden. Die Technik hat eine ältere Tradition als die der Ölmalerei.

Ach ja, mit Ölfarbe hat Stolze noch nicht gearbeitet. Die Ideen für ihre Kunstobjekte kommen ihr spontan. Wenn sie mit dem Pinsel an ihrem Tisch sitzt, brodelt eine kreative Unruhe in ihr. „Dabei stehe ich mir schon mal selbst im Wege. Aber mein Mann weiß mir dann zu helfen“, lächelt Stolze. Die Kunstwerke sind noch bis zum 20. Februar in der Sparkassen Gebietsdirektion Neheim, Hauptstraße 10 während der Öffnungszeiten zu sehen.