410 Plättchen mit Haarsträhnen werden Moosfelder Tor zieren

Über einen Fuß- und Radweg spannt sich das „Tor für Moosfelde“, das am kommenden Montag auf einer Seite mit Haarsträhnen in Gießharz-Tafeln
Über einen Fuß- und Radweg spannt sich das „Tor für Moosfelde“, das am kommenden Montag auf einer Seite mit Haarsträhnen in Gießharz-Tafeln
Foto: Ted Jones/WP

Moosfelde..  Nachdem vor Kurzem der Rohbau für das neue „Tor für Moosfelde“ kurz hinter der Zufahrt „Moosfelder Ring“ errichtet worden war, wird das Tor am kommenden Montag, 6. Juli, ab 16 Uhr geschmückt.

Auf der einen Seite (mit Blick von der Landstraße 745 in Richtung Moosfelde) wird das Tor mit verschiedenfarbigen Gießharz-Platten verziert, in denen sich jeweils eine Haarsträhne eines Bürgers befindet, der in Moosfelde wohnt oder sich mit Moosfelde verbunden fühlt. Auf der anderen Tor-Seite werden Info-Tafeln zur Geschichte Moosfeldes angebracht. „Alle interessierten Bürger sind eingeladen, sich am Montagnachmittag die Montage der Platten anzuschauen“, berichtet Marianne Albrecht von der Initiative „Bürger für Moosfelde“.

Kunst-Idee von Pit Schrage

Die Idee zur Haarsträhnen-Aktion hatte der Neheimer Bogen-Künstler Pit Schrage. Erstmals konnten Bürger beim Moosfelder Maimarkt 2014 eine Haarsträhne für die Kunst-Aktion spenden. „Bisher sind 410 Strähnen zusammengekommen. Mit diesem Sammelergebnis bin ich sehr zufrieden. Weitere Haarspenden sind noch möglich“, berichtet Pit Schrage im Gespräch mit unserer Zeitung. „Es ist am Tor noch ausreichend Platz für weitere Gießharz-Platten vorhanden, in denen die Haare eingelassen werden“, berichtet der Neheimer Bogen-Künstler Pit Schrage. Wer noch Haare lassen will, kann sich mit Pit Schrage in Ense, Telefon 02938/3529, E-Mail: pitschrage@yahoo.de , in Verbindung setzen.

Jede einzelne Locke wird in Gießharz luftdicht verpackt. So entsteht pro Strähne eine Gießharz-Platte in der Größe einer Streichholz-Schachtel. Die Farbe des Gießharzes wechselt, so dass letztlich ein buntes Plättchen-Bild eine Seite des „Tores für Moosfelde“ zieren wird. In der städtischen Beschreibung des Kunstprojekts heißt es: „ Durch das gemeinsame Mitwirken am Tor, durch die Spende einer Haarsträhne, soll die Identifikation mit der Heimat Moosfelde verstärkt werden. Es soll ein Zeichen sein für: sich wohlfühlen, sich sicher fühlen und frei sein. Durch einen Teil von sich Teil der Gemeinschaft sein.“

Auf der anderen Seite des Tores, mit Blick vom Moosfelder Ring in Richtung Landstraße 745, werden zahlreiche bebilderte Information zur Geschichte Moosfeldes angebracht. Marianne Albrecht und Swen Busse freuen sich dabei im Namen der Initiative „Bürger für Moosfelde“ über die Kooperation mit der Firma „Walter-Beschriftungen“ in Müschede und die Unterstützung durch den Heimatbund Neheim-Hüsten. „Die einzelnen Geschichts-Infos werden hinter Plexi-Glas angebracht“, verrät Marianne Albrecht schon mal vorab. Die Infos reichen von den Ursprüngen Moosfeldes („Gut Moosfelde“) bis in die Gegenwart.

Finanziert wird das „Tor für Moosfelde“ insbesondere aus Restmitteln des früheren Moosfelder Quartiersmanagements.