Zweifel an Einsparung
13.02.2012 | 14:17 Uhr 2012-02-13T14:17:00+0100Nachrodt-Wiblingwerde. „Was spricht dafür, die kommunalen Dienstleistungen dort wegzunehmen, wo sie jetzt sind?“ Im Gegensatz zu Teilen von Rat und Verwaltung sind einige Bürger sehr wohl der Meinung, dass die interkommunale Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde und der Stadt Altena im Haushalt keinen Cent Gewinn bringt. Im Gegenteil: „Vieles wird sogar teurer.“
Diese Auffassung vertraten einhellig die Teilnehmer des ersten Gesprächsabends zu dem Thema, der am Freitag in der Hauptschule stattfand. Zur Diskussion hatte eine Gruppe von sieben Personen eingeladen, die die „angeblichen“ Vorteile der interkommunalen Zusammenarbeit nicht sehen. Die Gesprächsleitung hatte Sabine Karisch.
Eigentlich sollte das Treffen nur eine Stunde dauern. Doch die 28 Besucher hatten immer wieder neue Argumente vorzutragen, so dass der Abend erst nach zweieinhalb Stunden endete. Dass das Sozialamt aus der Doppelgemeinde nach Altena verlegt werden soll, leuchtete den meisten Teilnehmern noch ein. „Aber worin besteht der Sinn, dass das Standesamt für die Bevölkerung aus Altena in das Gemeindehaus verlegt werden soll?“ Rat und Verwaltung sollten zuerst über Einsparungen vor Ort nachdenken. In Frage gestellt wurde der Posten des 3. Bürgermeisters. Auch der Gemeinderat könne um zwei Mitglieder verkleinert werden.
Sachverständigermuss her
Zentrales Thema war die Auslagerung des Nachrodter Bauhofes nach Altena. Alle Anwesenden waren sich einig: „Das bringt nur Nachteile für uns und die Gemeinde legt noch Geld oben drauf.“ Da ließen sich die Gesprächsteilnehmer auch von den veröffentlichten Zahlen nicht beeindrucken. Ihre Meinung: „Wer ist denn überhaupt in Rat und Verwaltung kompetent, solche Zahlen zu ermitteln. Da muss ein Sachverständiger her.“
Diese Auffassung teilten die Mitarbeiter des Nachrodter Bauhofes, die fast vollzählig an der Versammlung teilnahmen. „Wir möchten zusammenbleiben und für die Bürger vor Ort bereitstehen“, so deren Sprecher Marc Trappe. In Bezug auf die Leistungsfähigkeit meinte er: „Wir müssen uns mit unserer Arbeit nicht verstecken. Unser Winterdienst ist hervorragend.“ Marc Trappe teilte der Versammlung auch mit, dass das Bauhofteam ein Optimierungskonzept erarbeitet und der Verwaltung Einsparungsvorschläge gemacht habe.
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