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Wahlausschuss lässt vier...

Wenig Sympathie für Offene Liste

24.07.2009 | 16:13 Uhr

Nachrodt-Wiblingwerde. Von interessierter Neugier bis zur totalen Ablehnung reicht bei den Fraktionsvorsitzenden in der Doppelgemeinde die Reaktion auf die Zulassung der Offenen Sozialen Liste (OSL) zur Kommunalwahl am 30. August.

„Diese linke Gruppierung beunruhigt mich nicht”, meint CDU-Fraktionschef Peter Herbel. „Sollen sie doch ihr Glück versuchen”, fügt er an und verweist darauf, dass er zwischen CDU und OSL keine Berührungspunkte sehe. Dass, so seine Einschätzung dürfte auch auf die örtlichen CDU-Wähler zutreffen. Seiner Partei werde somit aus der OSL keine ernsthafte Konkurrenz erwachsen.

Deutlich kritischer geht Susanne Jacoby mit der neuen Gruppe ins Gericht. Die Fraktionschefin der Sozialdemokraten wertet den Vorstoß als Ein-Mann-Show von Georg A. Fotiadis. „Da gibt es keine Basis”, ist sie sicher. Der Initiator der OSL ist in SPD-Kreisen nicht gut gelitten. Fotiadis zog 2004 als SPD-Kandidat in den Gemeinderat ein. Frustriert von der gesamten SPD-Linie wechselte er in der laufenden Legislaturperiode zur DKP und nahm fortan als Fraktionsloser sein Ratsmandat wahr.

Susanne Jacoby: „Von da an hat Fotiadis nichts bewirkt. Seine Tätigkeit als Ratsmitglied war äußerst unproduktiv.” Der neue OSL-Spitzenkandidat habe keine der Fachausschusssitzungen besucht und somit keinen Einblick in das kommunalpolitische Geschehen gehabt. Vor diesem Hintergrund hätte Fotiadis sein Mandat zurückgeben müssen, um einem SPD-Nachrücker Platz zu machen. Susanne Jacoby: „Ich werte sein Verhalten als unsozial.”

Johannes Illerhaus, Fraktionsvorsitzender der UWG, hält die OSL in Nachrodt-Wiblingwerde schlicht für überflüssig. „Unser Motto lautet: Gelassen abwarten. Sollte es nach dem 30. August tatsächlich nötig sein, werden wir politische Antworten auf eventuelle OSL-Aktivitäten geben”, so der UWG-Fraktionschef. Angesichts der DKP-Mitgliedschaft ihres Spitzenkandidaten wertet Illerhaus die OSL als „sehr links”.

Mehr dazu in der Printausgabe

Klaus Schliek

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Kommentare
25.07.2009
22:54
Wenig Sympathie für Offene Liste
von Sascha Fotiadis | #2

Die harrsche Kritik von UWG und SPD zeigt eigentlich nur, wie ernst die beiden Gruppierungen unsere Gruppe nehmen. Wenn die SPD meint, mein Verhalten ihnen gegenüber sei unsozial, dann sollen sie doch mal die vielen in Hartz-IV gepferchten fragen, wie sozial ihre Agenda-Politik war. Ich denke, Jacoby verwechselt Sozialverhalten mit Nibelungentreue. Wie aktiv kann ein EINZIGER im Rat im Verhältnis zu drei Fraktionen schon sein, frage ich. Entschuldigung, aber ich muss tagtäglich auch mein Überleben sichern und kann nicht in JEDE Ausschusssitzung gehen, man möge mir diese mennschliche Schwäche verzeihen! Vielleicht kann Frau Jacoby ja demnächst AUCH zu jeder Ausschusssitzung kommen!
Dass Herr Illerhaus uns als überflüssig betrachtet, ist ja schön und gut aber er soll sich mal fragen, welche Bevölkerungsschichten von der UWG wirklich vertreten werden und welche nicht und dann noch einmal über Sinn und Unsinn der OSL nachdenken.
Und: Eine Basis kann man freilich in ein paar Wochen nicht aufbauen; WIR expandieren aber, was man von der SPD nicht gerade behaupten kann.

Mit freundlichster Hochachtung

Georg A. Fotiadis

25.07.2009
09:45
Wenig Sympathie für Offene Liste
von Ute Schröder | #1

Der SPD ist sehr wohl bekannt, dass die OSL keine linke Gruppierung ist und Sascha Fotiadis wohl der Vorsitzende der OSL , aber nicht Eine Ein-Mann-Show durchziehen kann und wird.
In Nachrodt-Wiblingwerde ist Sascha Fotiadis übrigens nicht nur dafür bekannt Probleme in der SPD gehabt zu haben, sondern auch für sein Eintreten für Nachrodt-Wiblingwerde.
Er ist ein engagierter Nachrodter und deshalb der Vorsitzende der OSL, nicht auf Grund seiner Nähe zur DKP.
Falls der Wunsch von UWG und CDU bestehen sollte, einige Mitglieder der OSL kennen zu lernen, die keineswegs sehr links oder sehr rechts sind, kann dem Wunsch jederzeit nachgekommen werden.
Dann kann man sich überzeugen, ob Linkstentendenzen vorhanden sind, bevor man gegenüber der Presse seine Meinung verkündet.
Na ja, ist Wahlkampf eben ...
Es grüßt --- Ute Schröder

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