Schulsozialarbeit abgelehnt
10.02.2012 | 22:58 Uhr 2012-02-10T22:58:00+0100
Nachrodt-Wiblingwerde. Mit knapper Mehrheit haben sich die Mitglieder des Schulausschusses gegen die Beantragung von Mitteln für eine zusätzliche Schulsozialarbeit ausgesprochen. Zuvor hatten die Schulleiter Rüdiger Grote (Hauptschule) und Johannes Illerhaus (Grundschulen) erklärt, dass sie solche Maßnahmen nicht für notwendig erachten. Für das Projekt wäre jedoch nur die Hauptschule in Frage gekommen.
Die zusätzliche Schulsozialarbeit dient dazu, Kinder und Jugendliche zu unterstützen, die unter Hartz IV oder unter das Asylbewerberleistungsgesetz fallen. Das Geld ist dafür zweckgebunden. Genau hier setzte die Kritik von Hauptschulrektor Rüdiger Grote ein: „Es gibt Familien, die unter ähnlich schwierigen Bedingungen leben, aber nicht unter diese Vorgaben fallen.
Zweckbindung ist ungerecht
Sie von solcher Förderung auszuschließen, ist ungerecht. Daher verzichten wir lieber ganz auf die Unterstützung“, gab Grote auch die Stimmung aus dem Kollegium wieder.
Vorab hatte Matthias Lohmann (SPD) angeregt, genau zu prüfen, ob die zusätzliche Schulsozialarbeit gegen Lehrerstellen aufgerechnet wird. In der Vergangenheit sei schon mal so verfahren worden. Das führe zu Nachteilen beim schulischen Angebot.
Über den Märkischen Kreis sollten für das Projekt vor Ort bis Ende 2013 knapp 11 000 Euro gezahlt werden. Verwaltung und Schule hätten dafür eine Definition örtlicher Problemlagen, eine Beschreibung der Zielgruppenorientierung sowie Handlungsansätze der Schulsozialarbeit erstellen müssen. Das können sich die Beteiligten nach der Ablehnung jetzt sparen.
0mitdiskutieren