Förderprojekt
Monatliche Reitstunde nur für Jungs
07.04.2010 | 18:51 Uhr 2010-04-07T18:51:00+0200
Wiblingwerde. Reiten ist die angestammte Domäne von Mädchen. In den Reitvereinen und auf den Reiterhöfen sind sie den Jungen zahlenmäßig deutlich überlegen. Deren Überzahl hemmt oft die Jungmänner, sich auf das naturnahe Hobby einzulassen. Das möchte der Märkische Reiterverband ändern.
Das möchte der Märkische Reiterverband ändern. Er bietet Reiten nur für Jungs an. Die Anregung kam von der neuen Jugendwartin der Claudia Döller Ossenberg-Engels und wurde gerne von den Vereinsvertretern aufgegriffen.
Am Dienstag war Premiere auf dem Pferdezucht- und Pensionsbetrieb von Heiko Cordt und Wiebke Cordt-Humpert im idyllischen Wörden. Dort ist das zahme Wildschwein Schnitzel zu Hause. Dort gibt's eine Menge Pferde, viel Landschaft und beste Reitmöglichkeiten in der Halle und im Freien.
An jedem ersten Dienstag im Monat ist jetzt Reiten nur für Jungs im Angebot. Die Gruppe ist überschaubar, die Wiebke Cordt-Humpert durch die Reithalle dirigiert. Auf der Bank sitzen die Mütter von Robin und Hendrik. Auch Robins Schwester ist mitgekommen. Beide Jungs haben Reiterfahrung. Die ist nämlich ebenso Voraussetzung fürs Mitmachen wie ein eigenes Pferd. Für die beiden Mütter stellt ein solcher Transport des Vierbeiners kein Problem dar. Die müssen des öfteren anspannen. Ihr Heimatverein ist der in Iserlohn-Dahlsen. Und da gibt's eben keine Reitmöglichkeit nur für Jungs.
Auf dem Weg zur Turnierreife
Neben dem 13-jährigen Hendrik und den 8-jährigen Robin reitet der 12-jährige Max. Er ist der Sohn von Reitlehrerin Wiebke Cordt-Humpert. Sie möchte die Grundkenntnisse der jungen Reiter künftig erweitern und sie zur Turnierreife führen. Auf Turnieren zu reiten ist das angesagte Ziel des Trios.
Auf dem Weg dahin, wird an Technik und Haltung der Jungreiter gefeilt. Wiebke Cordt-Humpert ist eine geduldige Lehrerin. Sie möchte, wenn die Gruppe eingespielt ist, auch Ausritte im Gelände ermöglichen. Und den Jungen Freiräume schaffen, damit sie unter sich sein können. Das macht Spaß und motiviert zusätzlich.
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Ich kann gut nachvollziehen, dass die Jungen durch die weibliche Mehrheit abgeschreckt werden. Ein Junge will andere Jungen, Bezugsperson. Deshalb ist dieses Angebot vernünftig und gut. Weiter so!