Klassenraum soll viel bunter sein
18.02.2010 | 19:53 Uhr 2010-02-18T19:53:00+0100
Nachrodt-Wiblingwerde. „Unser Klassenraum, der müsste doch viel bunter sein”, ruft Florian. Gleich gibt es lautstarke Unterstützung von 17 weiteren Schülern aus dem 5. Jahrgang der Albert-Schweitzer-Hauptschule.
Bei Rektor Rüdiger Grote und Klassenlehrer Georg Bernhard stoßen die Kinder auf offene Ohren. „Wir haben uns in der Schulkonferenz genau mit diesem Thema befasst”, informiert Grote die 5.-Klässler. Ergebnis: Wenn es von der Mehrzahl aller Schüler gewünscht wird, bekommt jede Klasse künftig über Jahre einen festen Klassenraum. Der kann dann natürlich passend hergerichtet werden; zum Beispiel mit einem farbenfrohen Anstrich.
Nächste Woche läuft bereits das Anmeldeverfahren für den neuen 5. Jahrgang. Die Schule hofft auf ein größeres Interesse als im letzten Jahr: Nur 18 Jungen und Mädchen mochten im August 2009 von einer der Nachrodter Grundschulen ins Schulhaus am Holensiepen wechseln.
Aktuell hat das natürlich einen riesigen Vorteil, wie bei der Erdkundestunde von Georg Bernhard deutlich wird: In der übersichtlichen Gruppe ist intensives Lernen möglich.
Moderne Medien
im Unterricht
Dazu werden moderne Medien wie Computer und Beamer eingesetzt. Auch an Bastelmaterial besteht kein Mangel. So begreifen die Schüler/innen ganz schnell das Zustandekommen von Ebbe und Flut.
Als Lieblingsfach geben überraschend viele Kinder Sport an. Sicher ein Verdienst von Sport- und Englischlehrer Lothar Geiser. Aber auch Mathematik und Biologie werden ganz oft genannt. Für die Naturwissenschaften stehen Fachräume zur Verfügung. Hausaufgaben gehören zum Schulalltag. „Ich achte sehr genau darauf, dass die gemacht werden”, betont Klassenlehrer Bernhard. Ein bischen Kontrolle muss sein, sonst fehlt einigen Schülern der Ansporn.
An drei Tagen in der Woche bleiben die Fünftklässler bis kurz vor 16 Uhr in der Schule. „Viele nutzen dann den Mittagstisch”, feut sich Rektor Grote. Für die jüngsten Hauptschüler gibt es montags noch keine frei gewählten Arbeitsgemeinschaften. Georg Bernhard nutzt die Zeit für gezielte Sprachförderung. Donnerstagnachmittag werden gemeinsam Hausaufgaben gelöst und am Freitagnachmittag läuft normaler Unterricht.
Riesig freuen sich die Hauptschüler, die von Marines als Klassensprecherin vertreten werden, auf die Studienfahrt nach Norderney. Montag geht es los. Ebbe und Flut werden dort vor Ort erlebt. Biologie und Erdkunde stehen bis kommenden Freitag im Mittelpunkt. Untergebracht sind die Kinder im Schullandheim des Märkischen Kreises.
Zu Beginn des neuen Schuljahres Ende August 2010 werden Nico, Florian, Ines, Jessi, Kevin und all die anderen nicht mehr die jüngsten Hauptschüler sein. Die Klasse denkt daran, die Nachfolger aus dem jetzigen 4. Schuljahr der Grundschulen mit einem schönen Programm ganz herzlich am Holensiepen zu begrüßen.
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