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Hoffen auf 75 Anmeldungen

05.02.2012 | 18:31 Uhr
Hoffen auf 75 Anmeldungen
Anne Rohde, kommissarische Leiterin der interkommunalen Schule, stellte einen möglichen Stundenplan vor.

Nachrodt/Altena.Tag der offenen Tür in einer Schule, die es noch gar nicht gibt: Zahlreich waren Familien am Samstagmorgen der Einladung in die Räume der Albert-Schweitzer-Hauptschule gefolgt, um sich über die interkommunale Sekundarschule zu informieren. Kommen 75 Anmeldungen zusammen, kann nach den Ferien in Nachrodt der erste Jahrgang mit Fünftklässlern starten.

Live-Experimente im Chemie-Raum, Theatervorführung in der Aula – die neue Sekundarschule präsentierte sich, als ob sie bereits seit Jahren am Ort sei. Anne Rohde, die sich als kommissarische Leiterin um den Aufbau kümmert, hatte Gäste aus der Richard-Schirrmann-Realschule Lüdenscheid eingeladen. Die Schüler führten unter der Leitung von Oliver Held ein Vampir-Theaterstück in englischer Sprache vor. Das könnte auch an der Sekundarschule eines Tages passieren. Interessant ist English Drama zum Beispiel für sprachlich begabte Schüler, die sich für bilingualen Unterricht entscheiden. Sie könnten ihre Englisch-Kenntnisse verfestigen, indem sie sich zum Beispiel Erdkunde in der Fremdsprache beibringen lassen.

Wer das nicht möchte, kann MINT wählen: Der mathematisch-informatisch-naturwissenschaftlich und technische Zweig will mit aktiven Experimenten locken. Im Chemieraum wurde das am Samstag anschaulich vorgestellt: Hier wurden Münzen verheizt und Verblüffung mit optischen Täuschungen erzeugt. Nebenan warfen im Informatikraum junge Computernutzer einen Blick auf die vorhandene PC-Ausstattung.

Wie aber wird der Unterricht aussehen?

Auch darauf gab es Antworten. Anne Rohde gab in der Schulaula eine Einführung. Gelernt wird sowohl im Klassenverband, als auch in Lern- und Fördergruppen. Im Ganztagsmodell bleibt Schülern Zeit zur Orientierung, welcher Schulabschluss von ihnen angestrebt werden möchte. „Wir arbeiten eng mit dem Burggymnasium zusammen“, erklärte Anne Rohde. „Wer nach der zehnten Klasse wechseln möchte, dem wird der Übergang von der Sekundarschule leichter fallen.“

Weil die Sekundarschüler von Klasse zehn in Klasse zehn wechseln würden, machen sie das Abitur noch in 13 Schuljahren, statt in zwölf. Auch im Hinblick auf die Berufswahl steht den Sekundarschülern ein Berufsorientierungsbüro zur Verfügung, wo Stärken und Schwächen ausgelotet werden.

Auch der Schulstandort Nachrodt bietet für die Eingangsklassen Vorteile: Umgeben von zwei Turnhallen und einem Schwimmbad sind die Wege zum Sportunterricht kurz. Bis zum Start werde noch im Nachrodter Gebäude renoviert, erklärte Anne Rohde.

Nach der Orientierungsstufe erfolgt ein Umzug ins Gebäude der jetzigen Richard-Schirrmann-Realschule in Altena. Offen ist noch, wo sich Thomas Mölle demnächst positionieren wird: Er ist bislang Sozialarbeiter an der Hauptschule Rahmede. „Ich weiß noch nicht, wo ich demnächst eingesetzt werde“, erklärte er gegenüber der WR am Samstag.

Ina Hornemann

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