Hahn und Henne punkten als Paar
19.02.2010 | 18:40 Uhr 2010-02-19T18:40:00+0100
Nachrodt/Letmathe. Ob Kronenkranich oder Kaisergans: Das Ziergeflügel, gut 160 Tiere aus 60 Rassen, kann bei der Ausstellung des Ziergefügelvereins an diesem Wochenende nur als Paar punkten.
Die Wertungsrichter Friedrich-Wilhelm Wörmann und Horst Tasche haben die wunderschönen Vögel in Freigehege und Voliere bereits kritisch begutachtet und dann die Preise verteilt. Bewertet werden Hahn und Henne immer gemeinsam. Und ganz oft ist es bei den Exoten so, dass der Herr ein farbenprächtiges Gefieder trägt, während die Dame zurückhaltender daherkommt. Heute und morgen ist die Ausstellung im Letmather Saalbau für das Publikum geöffnet.
Seit Montag haben die Vogelfreunde unter der Regie der Vorsitzenden Barbara Rossow aus Nachrodt die Ausstellung aufgebaut. Mit Hühnerzüchtern oder Besitzern von Wellensittichen im Käfig möchten die Ziervogelfreunde nicht in eine Topf geworfen werden. „Für uns zählt die naturnahe Haltung in großen Volieren”, berichtet Ausstellungsleiter Thorsten Würpel. Daher bildet eine riesige, biotopnahe Freiflugvoliere den Mittelpunkt der Schau. Zu sehen sind Enten, Gänse, Wachteln, Wildhühner, Fasane und Tauben. Liebling im Freifluggehege ist Beo Hugo. Er kann sprechen und setzt sich gerne auf die Schultern der Besucher.
„Das Wildgeflügel legt nur Eier, wenn es sich wohlfühlt”, beschreibt stellv. Vorsitzender Volker Rummenhohl die Tücken der Zucht. Der Besuch der Ausstellung macht Lust darauf, selbst als Züchter aktiv zu werden. Im erfahrenen Kreis der Vereinsmitglieder ist jeder Anfänger gut aufgehoben. Infos unter www.zgv-sauerland.de oder dirket bei Barbara Rossow in Nachrodt, (0 23 52) 331 360.
Bevor Hahn und Henne Einzug halten, muss eine passende Voliere her. „Meine Außenanlage misst über 180 Quadratmeter”, erzählt Volker Rummenhohl. Natürlich geht es für den Anfänger einige Nummern kleiner - aber möglichst naturnah, beispielsweise mit Badetümpel für die Enten, sollte die Unterbringung schon sein.
Ein Herausforderung gerade in diesem harten Winter ist die Gefahr durch Marder, Fuchs und Greifvogel. Ein kleines Loch im Volierenzaun, und schon ist das Ziergeflügel Opfer der hungerigen Räuber. Da sind die wertvollen Vögel im Saalbau heute und morgen natürlich wesentlich sicherer aufgehoben.
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