Das aktuelle Wetter Nachrodt-Wiblingwerde 13°C
Treffpunkt

Bürger lieben ihre Rastatt

07.02.2012 | 16:35 Uhr
Bürger lieben ihre Rastatt
Anke Ahlers (re.) hat Mut bewiesen und in schwerer Zeit die Gaststätte Rastatt übernommen. Bei den Gästen stößt ihr großes Engagement auf viel Resonanz. Foto: Rudi Rust

Nachrodt-Wiblingwerde. „Ein Treffpunkt wie die Rastatt stellt für unseren Ort ein Stück Lebensqualität dar.“ Gunter Obstfeld weiß, wovon er spricht. Als Politiker ist er zu Beginn der 1970er Jahre für den Kauf der Gaststätte durch die Gemeinde eingetreten. Heute steht er dem MGV Frohsinn vor, dessen Mitglieder in dem Haus proben und die angrenzende Lennepromenade gerne stärker beleben möchten.

Die Sänger stehen nicht alleine: Vom Amateurtheater bis zum Angelverein, von der DRK-Blutspende bis zum Karneval reichen über das Jahr die Veranstaltungen. Gemeinderat und Fachausschüsse tagen in der Rastatt. Zahlreiche Vereins- und Familienfeiern gehen dort über die Bühne. „Das Haus erfüllt für die Gemeinde einen besonderen Zweck“, beschreibt Jürgen Röll von der Verwaltung die Bedeutung der Rastatt. „Ein solches Kommunikationszentrum ist es wert, erhalten zu werden“, ergänzt CDU-Fraktionschef Peter Herbel.

Pächterin Anke Ahlers gilt als „Glücksgriff“

Ideal ist das Raumangebot. Es reicht vom Schankraum über das mittlere und das große Café bis zum Saal. Im Sommer ist der Biergarten geöffnet. Zusätzlich gibt es vier Fremdenzimmer. Seit zweieinhalb Jahren betreibt Anke Ahlers das Haus. „Ein Glücksgriff“, wie nicht nur Gunter Obstfeld betont. Die agile Wirtin hat viel Schwung in den Laden gebracht. Ob Karneval oder Public Viewing: Anke Ahlers spricht mit ihren Aktionen viele Bürger an.

Pfiffig muss sie schon sein. „Vom Bierumsatz alleine kann ich nicht leben“, erklärt sie. Nur die multifunktionale Nutzung sichert den wirtschaftlichen Betrieb der Rastatt. Genau das macht die Verwertung der Immobilie durch die Gemeinde so schwierig, denn ein passender Investor ist nur ganz schwer zu finden.

Gemeinde schobVerfall Riegel vor

Das hat die Geschichte gezeigt: „Die Anlage drohte Anfang der 1970er Jahre ins Rotlichtmilieu abzurutschen“, erinnern sich Gunter Obstfeld und Peter Herbel. Viele Jahre hatte die Gastwirtsfamilie zur Nieden das an der Lenne liegende Gasthaus vorbildlich geführt. Als diese Ära endete, folgten eher zwielichtige Betreiber. Dem weiteren Verfall schob die Gemeinde durch den Kauf einen Riegel vor.

Bei der Suche nach passenden Wirtsleuten hatte die Kommune in den Folgejahren Glück. Anne Fäsing, die Mutter der heutigen Wirtin, ist ein gutes Beispiel dafür. Und so soll es bitte auch in Zukunft weitergehen, wünschen sich nicht nur Gunter Obstfeld und Peter Herbel.

Klaus Schliek

Facebook
 
Kommentare
09.02.2012
17:43
Bürger lieben ihre Rastatt
von acl | #1

Das ist doch super, dann müsste sich die Rastatt doch tragen oder sogar Gewinn abwerfen. Worüber wird den dann diskutiert?

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6325893/create

Aktuelle Fotos und Videos
Zinnfiguren in Kierspe
Bildgalerie
Zinnfiguren
Osterfeuer flammendes Inferno
Bildgalerie
Mesekendahl
Frühlingsfest in Altena
Bildgalerie
Verkaufssonntag
2. Poetry Slam in Burg Holtzbrinck
Bildgalerie
Poetry Slam
Aus dem Ressort
Landrat und Bürgermeister begrüßen Birgit Tupat
Bürgermeisterkonferenz
Die Bürgermeisterriege im Märkischen Kreis hat weiblichen Zuwachs bekommen. Birgit Tupat, die neue Verwaltungs-Chefin der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde, wurde jetzt von Landrat Thomas Gemke und ihren Amtskollegen bei der Bürgermeisterkonferenz in Plettenberg offiziell in der Runde begrüßt.
Gitarrenklang von Barock bis Pop
Konzert
Ein Konzert für den guten Zweck findet am Sonntag, 3. Juni, um 16 Uhr in der katholischen Kirche St. Josef an der Hagener Straße statt. Unter der Leitung von Ulrich Stracke gastieren dort zwei Ensembles der Musikschule der Stadt Iserlohn. Der Eintritt ist frei. Am Ende der Vorstellung wird um eine