Bäume gefährden Fußgänger
19.02.2010 | 05:28 Uhr 2010-02-19T05:28:00+0100Nachrodt-Wiblingwerde. Ein gut 2000 Quadratmeter großes Waldgrundstück, das niemandem gehört? In der Doppelgemeinde sorgt ein solcher Fall für Handlungsbedarf.
Wiederholt hat es Anfragen in Fachausschuss und Rat zur Verkehrssicherung im Bereich Ehrenmalstraße gegeben. Betroffen ist das kleine Waldstück zwischen der Zufahrt von der Bundesstraße 236 bis hinauf zum Abzweig Birkenweg. Die Äste der hohen Bäume ragen in die Straße. Herabfallendes Holz, so die Befürchtung von Anliegern, kann Fußgänger gefährden.
Straße dient
als Schulweg
Verschärfend kommt hinzu: Das Straßenstück dient als Schulweg.
„Der Besitzer hat das Gelände wohl schon vor Jahren aufgegeben. Damit ist die Fläche herrenlos”, beschreibt Fachbereichsleiter Jürgen Röll aus der Gemeindeverwaltung die Situation. Seine Vermutung: Der Grundeigentümer hat keine Möglichkeit gesehen, das Gelände jemals wirtschaftlich nutzen zu können. Hinzu muss die Angst vor möglichen Folgekosten wie den jetzt anstehenden Rückschnitt der Äste gekommen sein.
Derart aufgelassene Grundstücke können in den Besitz des Landes NRW übergehen. Im Fall des Nachrodter Geländes muss sich jedoch die Gemeinde um die Sicherheit der Fußgänger und der Landesbetrieb Straßen um die Sicherheit der Autofahrer kümmern. „Wir nehmen uns zeitnah des Problems an und schneiden die Bäume zurück, von denen eine Gefährdung ausgeht”, versichert Jürgen Röll. Berücksichtigt werden aber nur die Bäume direkt am Gehweg. Das restlich Gelände bleibt naturbelassen.
Im Bereich Ostfuhr an der Bundesstraße 236 gibt es ein weiteres herrenloses Grundstück. Es handelt sich um einen extremen Steilhang. Mit Blick auf die Verkehrssicherungspflicht, die hier mittlerweile allein beim Landesbetrieb Straßen liegt, macht die Aufgabe des Geländes durchaus Sinn. Falls im Zuge des bevorstehenden Straßenausbaus hier eine Hangsicherung notwendig wird, würden auf einen Grundbesitzer gewaltige Kosten zukommen.
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