100 Jahre Hönnetalbahn
09.02.2012 | 17:43 Uhr 2012-02-09T17:43:00+0100
Neuenrade.Mitte der 50-er Jahre war sie „..die rentabelste Nebenstrecke der Bundesbahndirektion Wuppertal“, so steht es in den Geschichtsbüchern. Die Rede ist von der „Hönnetalbahn“, vor 100 Jahren, am 1. April 1912, wurde zwischen Menden (Fröndenberg) und Neuenrade der Personen- und Güterverkehr in Betrieb genommen.
„Eingeweiht wurde die Strecke aber schon einen Tag zuvor, am 31. März 1912, doch das offizielle Jubiläum ist der 1. April“, so Heinz-Werner Turk. Der Neuenrader Heimatfreund gehört zu dem kleinen Organisationsteam, das die große Jubiläumsfeier am 1. April 2012 vorbereitet. Und Turk hat dabei einen ganz wichtigen Part, er bereitet eine Ausstellung vor, bei der die gesamte 100-jährige Geschichte der Strecke aufgearbeitet wird.
Feiern finden an zwei zentralen Stellen statt
Offizieller Veranstalter des Jubiläums sind die „Eisenbahnfreunde Hönnetal e.V.“, die sich für ihr Streckenfest am 1. April zwei zentrale Punkte ausgesucht haben: Binolen, unter anderem mit einer Ausstellung im historischen Bahnhofsgebäude, und Neuenrade, mit dem vor Jahren sanierten Bahnhofsgebäude und dem angeschlossenen Kulturschuppen.
„Wir stehen schon lange in Kontakt mit den Eisenbahnfreunden, die Stadtverwaltung wird an dem Jubiläums-Wochenende tatkräftig mitwirken, unsere Kontaktleute sind Dierk Rademacher und Margarete Kind“, so Bürgermeister Sasse, der natürlich unter den feiernden Gästen sein wird. Die Verwaltung hat weitere Kontakte geknüpft. Sasse: „Der Wirteverein Neuenrade wird ein Zelt aufbauen, dort in Eigenregie die Besucher verköstigen, KiKu und Gemeinschaftsschule werden das Jubiläum mit kleinen Kunstwerken aufarbeiten und wahrscheinlich wird unserer Akkordeonorchester bei den geplanten zwei Ankünften der Dampflok mittags und nachmittags aufspielen. Die Eisenbahnfreunde bauen außerdem einen Modell-Ausschnitt der Hönnetalbahn auf.“
Verschiedene Angebote wird es laut Dierk Rademacher auch für die Kinder geben, unter anderem ist im Kulturschuppen eine „Filmecke“ in Planung, wo zum Beispiel der Fernseh-Klassiker „Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer“ gezeigt wird.
Und im Mittelpunkt, da wird Heinz-Werner Turk im Kulturschuppen auf über 20 Schautafeln die Hönnetal-Bahn-Geschichte aufarbeiten, nach Themen geordnet.
Da wird man zum Beispiel Fahrten-Sammlungen sehen. Auf einer Wand wird berichtet über Sonderzüge. Da gab es welche von Neuenrade nach Travemünde oder Bernkastel-Kues. Auch die alte Postkutsche, die bis 1912 verkehrte, wird ein Thema sein.
Heinz-Werner Turk bittet auch noch um Unterstützung durch die Neuenrader. Turk: „In keinem Archiv haben wir Bilder von Zügen aus der Zeit vor den 50-er Jahren gefunden, auch nicht von Verladevorgängen von Fahrrädern oder Akkordeons, die von hier in alle Welt gegangen sind!“
Wer helfen kann, sollte sich umgehend mit ihm in Verbindung setzen, Neuenrade/64464 oder per E-Mail: h.w.Turk@t-online.de.
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