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Interview

Vom alten Bobhaus bis in die Neuzeit

19.01.2011 | 16:00 Uhr
Vom alten Bobhaus bis in die Neuzeit
Alois Schnorbus mit Sandra Kiriasis und Anja Schneiderheinze

Winterberg.Am 8. Januar 1911 wurde auf der Natureisbahn unterhalb des Bobhauses das erste Bobrennen überhaupt ausgetragen. Jetzt, genau 100 Jahre später, feiert der BSC Winterberg im EM-Jahr Geburtstag. Und wie es sich gehört, hat der Club ein Jubiläumsmagazin erstellt.

Herr Schnorbus, als Club-Chef waren Sie federführend bei der Erstellung des Magazins. Wer war noch beteiligt?

Alois Schnorbus: Natürlich gehört ein ganzes Team dazu. Tatkräftig mitgeholfen haben an der Gestaltung Rolf Dauber, Helga Gamm, Ute und Klaus Gießmann, Diane Koch, Christel Martini und Birgit Wahle.

Wie muss man sich das Jubiläumsmagazin vorstellen?

Schnorbus: Es handelt sich um keine Vereinschronik im eigentlichen Sinne, wenn auch die Historie nicht zu kurz kommt. Vieles muss der Nachwelt ja erhalten bleiben. Auf insgesamt 108 Seiten mit teilweise noch nie veröffentlichten Schwarz-Weiß- und Farbbildern stehen die Sportler im Vordergrund. Daher sind auf dem Titelblatt mit Jana Bode, Rene Spies und Sandro Stielicke auch die drei erfolgreichsten Sportler des Clubs in ihren jeweiligen Disziplinen abgebildet. Aber auch viele Zeitzeugen kommen zu Wort, innerhalb und außerhalb des Clubs. Seien es Repräsentanten aus Sport, Wirtschaft und Politik mit Grußworten und Berichten oder Gastkommentare von Journalisten, die den Bob- und Schlittensport in Winterberg über viele Jahre begleitet haben.

Gibt es weitere Schwerpunkte?

Schnorbus: Natürlich nehmen die Gründerjahre mit dem historischen Bobhaus auf der Kappe breiten Raum ein. In den Pioniertagen des Schlittensports gab es übrigens auch schon eine Rodelstrecke, die man parallel zur Natureisbahn errichtete. Und auch hier wurden Rennen ausgetragen. Das kommt in der Geschichte oft zu kurz. Und was ebenfalls wenig bekannt ist: Der Automobilsport spielte bis in die 30er Jahre eine wichtige Rolle im Club. Auch dem wird in unserem Jubiläumsmagazin Rechnung getragen. Interessant ist sicher auch das Interview mit dem „Vater der Bobbahn“, Ferdi Tillmann. Wer statistische Daten mag, kommt hier ebenfalls voll auf seine Kosten.

Wo sind Sie überall fündig geworden?

Schnorbus: Wir waren sehr häufig im Stadtarchiv. Dort gibt es unglaublich viel Material, Schriften und Bilder. Wir waren aber auch bei Privatpersonen und haben dort zum Beispiel alte Bilder aus dem Rennrodelsport, der schon vor dem Bau der Bobbahn 1977 in Winterberg weit verbreitet war, gefunden.

Wann haben die Arbeiten für das Magazin begonnen? Wie viel Zeit haben Sie investiert?

Schnorbus: Wir haben mit dem Sammeln Anfang 2010 begonnen. In regelmäßigen Treffen wurde das Material gesichtet. Dann begann das eigentlich Schwierige: Aus den Unmengen an Stoff mussten wir herausfiltern, was wir mitnehmen wollten. Das Magazin hätte leicht den doppelten Umfang bekommen können. Wer daher an noch mehr Informationen interessiert ist, wird auf unserer Internetseite www.bsc-winterberg.de fündig. Wir hatten in den letzten 12 Monaten also einiges zu tun. Da mussten schon zahlreiche Wochenenden und Nächte geopfert werden.

Wann kommmt das Jubiläumsmagazin auf den Markt und wo ist es dann erhältlich?

Schnorbus: Es wird Mittwochabend fertiggestellt. Donnerstag können wir es aus der Druckerei abholen und am Freitag werden wir es der Öffentlichkeit erstmals vorstellen. Natürlich werden wir es auch am Jubiläumsabend am Samstag im Festzelt präsentieren. Zu kaufen ist das Magazin dann für 8 Euro in der Volksbank in Winterberg.

Bernd Sangermann

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