Stützpunktleiter Rene Spies fiebert in Winterberg mit
12.02.2010 | 07:00 Uhr 2010-02-12T07:00:00+0100Winterberg. Seine Athleten starten schon am Wochenende in Vancouver. Der sportliche Leiter des Stützpunktes Winterberg, Rene Spies, fiebert daheim mit.
Die „vorolympische Arbeit” am Stützpunkt Winterberg ist getan. Jetzt heißt es nur noch den heimischen Sportlern in Vancouver die Daumen drücken.
Mit seinen Athleten mitfiebern wird natürlich auch der sportliche Leiter des Stützpunktes, Rene Spies. „Ich will mir nach Möglichkeit alle Entscheidungen im Bereich Bob, Rodeln und Skeleton im Fernsehen anschauen. Dafür stehe ich gern auch nachts auf.” Und das muss man auch. Denn nahezu alle Wettbewerbe werden - nach unserer Uhrzeit - am späten Abend bzw. in den frühen Morgenstunden ausgetragen. Will man dabei sein, ist wenig Schlaf vorprogrammiert.
Beim Verladen des Olympia-Materials in Altenberg hat Spies seine Sportler noch einmal gesehen und gesprochen. Danach musste sich jeder auf seine Abreise vorbereiten. „Bei ihnen ist alles im grünen Bereich”, meint er.
Mit der Entsendung von drei Sportlern (Sandra Kiriasis, Kerstin Szymkowiak und Sandro Stielicke) sowie zwei Anschiebern (Christin Senkel und Alexander Mann) nach Olympia ist der frühere Bobpilot sehr zufrieden. Dem Piloten-Trio traut er einiges zu. „Sie haben alle die Klasse, eine Medaille zu holen. Aber auf der sehr schnellen und selektiven Bahn in Whistler kann auch viel passieren.”
So sieht Spies in nahezu keiner Kufendisziplin einen Topfavoriten. „Die Bahn ist technisch so anspruchsvoll, dass schon der kleinste Fehler bestraft wird. Auch die Sturzgefahr ist groß, wenn man zuviel riskiert. Ich denke, von Platz 1 bis 6 ist alles möglich.” Auf einer so genannten Gleiterbahn wäre es nach Meinung des Winterbergers einfacher, Prognosen abzugeben. Klar, dass Rene Spies nach den Rennen mit den Athleten kurz Kontakt aufnehmen möchte, egal ob es eine Medaille geworden ist oder nicht. „Ich werde es per Internet oder SMS versuchen. Mal schauen, wie ich durchkomme.”
Bei den letzten Winterspielen 2006 in Turin war Spies noch selbst als Sportler dabei. Kommt da nicht ein Kribbeln auf bei dem Gedanken, dass man noch einmal hätte dabei sein können? „Eigentlich nicht”, meint der Winterberger. „Ich bin froh, mal alle Entscheidungen in Ruhe im Fernsehen schauen zu können. Als Olympiateilnehmer ist man so auf seinen Sport fixiert, dass man alles andere kaum wahrnimmt.”
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