Schützenkönigspaare ausgezeichnet
09.01.2009 | 21:31 Uhr 2009-01-09T21:31:00+0100
Beim 10. Neujahrsempfang der Stadt Winterberg standen die Schützenkönigspaare aus dem Stadtgebiet im Mittelpunkt. Bürgermeister Werner Eickler lobte sie als anerkannte Persönlichkeiten, die Brücken schlagen können zwischen Generationen, berichtet die WESTFALENPOST.
Silbach. Ein Hauch von Schützenfest wehte zum Ende der Neujahrsansprache von Bürgermeister Werner Eickler durch die Schützenhalle in Silbach. Schließlich waren die Schützenkönigspaare des Stadtgebietes als Ehrengäste zum 10. Neujahrsempfang der Stadt Winterberg geladen worden.
Doch bevor sich die Regenten aufgrund ihres vorbildlichen Engagements für die Tradition in den jeweiligen Dörfern über die „Andenkenteller” freuen durften, war die globale Entwicklung zunächst Thema der Neujahrsansprache. „Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel”, zitierte Werner Eickler. Er rief die Gäste auf, trotz Finanz- und Wirtschaftskrise optimistisch in die Zukunft zu schauen und die Chancen zu sehen. Große Herausforderungen für die Städte seien der demographische Wandel sowie die Betreuungs- und Bildungsperspektiven für den Nachwuchs. Aufgabe werde es auch wegen der Demographie sein, „keine Talente mehr liegen zu lassen”. Optimale Förderung vom Kindergarten bis zum Beruf sei die Kernaufgabe. Im Schulbereich investiere die Stadt seit 2004 jedes Jahr rund 600 000 Euro in die Schulen. Doch wo werden die künftigen Berufstätigen noch einen Arbeitsplatz finden? Dabei helfe, so Eickler, die „Regionale 2013”. „Die Städte Südwestfalens positionieren sich als gemeinsam agierende Wirtschaftsregion, die auch zukünftig in der Lage sein wird, Arbeitsplätze in der Region bereitzustellen.” Insbesondere vor dem Hintergrund des Klimawandels müsse sich Winterberg im Sommer wie im Winter wetterunabhängiger aufstellen, betonte der Bürgermeister. „Und wir müssen den Gesundheits-Tourismus für uns gewinnen.” Neben den bereits getätigten Investitionen sei der geplante Landal-Ferienpark immens wichtig, um neue Arbeitsplätze zu schaffen und neue Einnahmen zu sichern. Die Realisierungs-Chance betrage über 90 Prozent. „Ohne die Finanzkrise wäre der Park schon im Bau”, so Werner Eickler. Das zweite große Projekt im Kurpark werde sich infolge der Finanzkrise mit veränderten Rahmenbedingungen für die Investoren zeitlich verzögern. Bei einer Realisierung beider Projekte wäre Winterberg laut Eickler wetterunabhängiger und attraktiver. Unabhängig vom Tourismus und Sport verfüge Winterberg über gute gewerbliche Potenzialflächen, die es insbesondere mit den „weichen Standortfaktoren” („da wo andere Urlaub machen, arbeiten zu dürfen”) immer wieder neu zu vermarkten gelte. Trotz Personalreduzierungen und Umstrukturierungen müsse man im finanziellen Bereich aufgrund der Wirtschaftskrise mit Einbrüchen rechnen. Man müsse weiter sparsam und innovativ sein. Bei den Auszeichnungen betonte der erste Bürger Winterbergs, dass die Schützenkönigspaare anerkannte Personen mit Vorbildcharakter seien, die für Traditionen einstehen und Brücken zwischen den Generationen schlagen. Den Regenten, aber auch allen anderen Mitgliedern der Schützenvereine gebühre Dank für ihren ehrenamtlichen Einsatz, betonte Werner Eickler abschließend. Für den hervorragenden musikalischen Part sorgte die Big-Band „Luck up” des Silbacher Musikvereins.
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