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Schülerzahlen machen nur bedingt Sorgen

13.06.2012 | 10:00 Uhr
Schülerzahlen machen nur bedingt Sorgen
Im kommenden Schuljahr wird es in Winterberg, Medebach und Hallenberg wohl keine Diskussion um mögliche Schul-Schließungen geben. Foto Angélique Wemmer

Winterberg.   Die Anmeldungen sind gelaufen, die Zahlen stehen so gut wie fest. Zeit, sich einen ersten Überblick über die Schülerzahlen an den Schulen in Winterberg, Medebach und Hallenberg zu verschaffen. Fakt ist, eine akute Debatte über die Zukunft eines Schulstandortes wird es - auch nach Einschätzung der drei Bürgermeister - im kommenden Schuljahr 2012/2013 nicht geben. Fakt ist auch, das Gymnasium Winterberg-Medebach wird mit 125 Anmeldungen (davon 66 in Medebach) im kommenden Schuljahr sehr gut angenommen.

Die Anmeldungen sind gelaufen, die Zahlen stehen so gut wie fest. Zeit, sich einen ersten Überblick über die Schülerzahlen an den Schulen in Winterberg, Medebach und Hallenberg zu verschaffen. Fakt ist, eine akute Debatte über die Zukunft eines Schulstandortes wird es - auch nach Einschätzung der drei Bürgermeister - im kommenden Schuljahr 2012/2013 nicht geben. Fakt ist auch, das Gymnasium Winterberg-Medebach wird mit 125 Anmeldungen (davon 66 in Medebach) im kommenden Schuljahr sehr gut angenommen.

Los geht’s bei den Schulanfängern: Völlig unproblematisch sieht es in den Grundschulen der Kernstädte aus. In Winterberg stehen 42, in Medebach 59 und in Hallenberg 30 Anmeldungen zu Buche. Interessant wird es in den Dörfern. Auch dort sind die Bürgermeister gelassen, gleichwohl die Grundschulen in Züschen mit 14 sowie die Grundschule in Oberschledorn mit 16 „i-Männchen“ auf den ersten Blick nicht ganz so gut aufgestellt sind. „Es funktioniert in Oberschledorn, wir bekommen eine Klasse hin und bewegen uns wie in den vergangenen Jahren auch im Normbereich. Wir stehen zu der Aussage wie schon im Haupt- und Finanzausschuss diskutiert, möglichst wohnortnah ein Grundschulangebot anzubieten. Das kriegen wir auch hin“, sagt Medebachs Bürgermeister Thomas Grosche. Auch in Sachen Züschen macht sich Winterbergs Bürgermeister Werner Eickler zurzeit keine Sorgen. Dort wird Jahrgangs-übergreifend unterrichtet und auch die Ausschreibung einer neuen Schulleiter-Stelle unterstreicht die Absicht, die Grundschule zumindest mittelfristig als eigenständigen Standort zu halten.

In die Karten bei der Zukunftsplanung spielt den beiden Bürgermeistern zudem das Eckpunkte-Programm der alten Landesregierung, das für dörfliche Schulen die Möglichkeit vorsieht, als so genannte Teilstandorte erhalten zu bleiben, um die wohnortnahe Versorgung zu gewährleisten. „Wichtig ist, dass dieses Eckpunkte-Programm in einen Gesetzestext umgewandelt wird, um Planungssicherheit zu haben“, sagt Eickler.

Wie sieht es bei den Verbundschulen aus? Sehr gute Zahlen kann die Verbundschule Winterberg-Siedlinghausen präsentieren. Insgesamt 86 Anmeldungen stehen dort unter dem Strich. 58 neue Fünftklässler werden dort den Hauptschulzweig und 28 Fünftklässler den Realschulzweig besuchen. „Die Verbundschule ist damit sehr gut aufgestellt“, so Eickler.

Nachvollziehbare Gründe

Ein wenig anders stellt sich die Situation an der Verbundschule Medebach-Hallenberg dar. Dort wird es 21 Haupt- und 27 Realschüler geben. Insgesamt also 48 Anmeldungen für das nächste Schuljahr. Eine Zahl, die gerade bei den Bürgermeistern zwar keinen großen Jubel, aber auch keine unverhältnismäßige Hektik aufkommen lässt.

Denn es gibt neben den Folgen des demografischen Wandels weitere nachvollziehbare Gründe. „Da die verbindliche Schulempfehlung der Grundschulen weggefallen ist,


melden viele Eltern ihre Kinder zunächst am Gymnasium an, um einfach auszuprobieren, ob es klappt. Diese Schüler fehlen uns dann halt an der Verbundschule“, sagt Hallenbergs Bürgermeister Michael Kronauge, der aber schon darauf hofft, dass die Zahlen wieder besser werden, vielleicht der ein oder andere Schüler vom Gymnasium zurückkommt und sich die Eltern ganz bewusst für die heimische Verbundschule entscheiden. „Eins muss klar sein, wenn die Verbundschule in Gefahr ist, sind beide Standorte in

Medebach und Hallenberg in Gefahr.“ Gut sei, dass es keine Abwanderung nach Battenberg mehr gibt. Allerdings habe es auch keine Anmeldung aus Züschen gegeben, so Kronauge weiter. Positiv ist zudem, dass sich die Gesamtschülerzahl sogar ein wenig verbessert - von 368 auf 370 Schüler. „Die Hauptschulzahlen sind in Ordnung, bei der Realschule verpassen wir die angestrebte Zweizügigkeit, die wir aber künftig wieder erreichen wollen“, fasst es Thomas Grosche abschließend zusammen.

Zahlen & Fakten

Geschwister-Scholl-Gymnasium Winterberg-Medebach: 125 Anmeldungen;

Die Grundschulen: Medebach 59 Anmeldungen, Oberschledorn 16, Niedersfeld 23 zuzüglich Förderkinder, Winterberg 42, Züschen 14, Siedlinghausen 26, Hallenberg 30;

Verbundschule Medebach-Hallenberg 48, davon 21 Haupt- und 27 Realschüler;

Verbundschule Winterberg-Siedlinghausen 86, davon 58 Haupt- und 28 Realschüler;

Zehn Schüler aus Medebach wechseln zudem nach Goddelsheim. Medebachs Bürgermeister Grosche hat Kontakt mit den Eltern aufgenommen, um zu erfahren, welche Verbesserungen dazu führen könnten, diese Abwanderung zu stoppen.

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Schülerzahlen machen nur bedingt Sorgen
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http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-winterberg-medebach-und-hallenberg/schuelerzahlen-machen-nur-bedingt-sorgen-id6760057.html
2012-06-13 10:00
Nachrichten aus Winterberg, Medebach und Hallenberg