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Auszeichnung

RWE-Klimaschutzpreis verliehen

06.10.2009 | 08:00 Uhr

Hallenberg. Eigentlich sollte es abgerissen werden, jetzt ist das Haus der Familie Schnorbus in Hallenberg der Grund für die Verleihung des RWE-Klimaschutzpreises an die Hallenberger Familie. Das alte Fachwerkhaus wurde mit sehr viel Eigenleistung renoviert und restauriert.

Es ist ein Schmuckstück, das fast abgerissen worden wäre. Es ist ein Stück Stadtgeschichte, das jetzt sogar ausgezeichnet wurde. Es ist das Fachwerkhaus der Familie Schnorbus mit der Nummer 31 an der Merklingerhauser Straße in Hallenberg.

Wie alt das Haus im Herzen der Nuhnestadt ganz genau ist, weiß Alois Schnorbus nicht zu sagen. Einige Jahrhunderte hat es aber schon auf dem Buckel.

500 Euro Preisgeld

Jetzt kam es zu ungewöhnlichen Ehren. Erstmals in der Geschichte des Preises zeichnete die RWE keinen Verein oder eine Dorfgemeinschaft, sondern mit der Familie Schnorbus Privatpersonen für die Renovierung und Restaurierung des Wohnhauses mit dem „Klimaschutzpreis 2009” des Energieversorgers in Höhe von 500 Euro aus.

Fast wäre das Haus, das nicht unter Denkmalschutz steht, abgerissen worden. „Die Abrissgenehmigung lag uns schon vor”, erinnern sich Alois und Alexandra Schnorbus. Dann entschied sich das Ehepaar aber anders. Statt Abriss sollte das Elternhaus aufwändig renoviert und restauriert werden. Knapp sechs Jahre ist das nun her. Jahre, die verbunden sind mit erheblichem finanziellen Aufwand und noch mehr Schweiß. Denn Alois Schnorbus hat als gelernter Schreiner mächtig in die Hände gespuckt. Jede Tür und jedes Fenster ist zum Beispiel handgefertigt. Zuvor wurde das Gebäude entkernt und mit einem Spezialkran um stolze 1,50 Meter angehoben. Und die gesamte Familie mit Alexandra Schnorbus an der Spitze steht vorbildlich trotz des jahrelangen Baustress hinter dem Projekt. Schließlich darf man nicht vergessen, dass ein Neubau für die Familie wesentlich günstiger gewesen wäre als die Renovierung.

"Echtes Schmuckstück"

„Das Gebäude ist zu einem echten Schmuckstück geworden und passt sich hervorragend unserem historischen Ortsbild an”, betonte am Freitag auch Bürgermeister Michael Kronauge. Die Verleihung des Klimaschutzpreises sei eine Anerkennung des hohen Engagements der Eheleute Schnorbus und Motivation für andere Besitzer alter Gebäude zur Nachahmung. Diesen Sätzen konnte sich Rainer Hirschhäuser von der RWE nur anschließen.

Fertig ist das Projekt Merklingerhauser Straße 31 aber noch nicht. So wird unter anderem noch ein Bauerngarten angelegt, um dem Haus einen passenden Rahmen zu geben.

Ralf Hermann

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