Rennrodlerin Corinna Martini setzt auf Tatjana Hüfner
12.02.2010 | 17:30 Uhr 2010-02-12T17:30:00+0100Winterberg. Sie kennt die Olympioniken aus dem Eff-Eff. Daher wagt die Winterberger Rennrodlerin Corinna Martini auch einen olympischen Tipp.
Gestern war sie noch in Altenberg. Heute wird sie wieder in Winterberg erwartet. Klar, dass sie in den kommenden Tagen intensiv die Olympischen Winterspiele am Fernseher verfolgt. Und gleich am ersten Wochenende wird die Zweite der Rennrodel-EM 2010, Corinna Martini, ihren deutschen Teamkollegen die Daumen drücken.
Doch welche Athleten haben am Ende bei den olympischen Rennen in Whistler die Nase vorn? Diese Frage kann wohl niemand besser beantworten als die 24-Jährige vom BSC Winterberg. Sie kennt nicht nur ihre Mannschaftskollegen aus dem Eff-Eff, sie hat auch die Konkurrenz bei zahlreichen Weltcup-Rennen aufmerksam studiert.
„Die Bahn in Vancouver ist unberechenbar. Daher ist es auch ganz schwer, sich auf einen Favoriten festzulegen”, meint die Bundespolizistin. Bis auf eine Ausnahme: Tatjana Hüfner.
„Sie wird Gold holen. Zumindest wünsche ich es ihr von Herzen. Sie fährt auch in dieser Saison so souverän, dass sie kaum zu schlagen sein wird”, legt sich Corinna Martini fest. „Da es bei Winterspielen vier Durchgänge über zwei Tage gibt, spielen die Nerven eine große Rolle. Die Nacht vor den beiden letzten Rennen muss man erst mal rumkriegen. Vor allem, wenn man zur Halbzeit vorne liegt. Da kommt man ins Grübeln.”
Auch ihrer deutschen Teamgefährtin Natalie Geisenberger traut sie einiges zu. „Ich denke, es wird ein harter Kampf um die weiteren Medaillen. Die Kanadierin Alex Gough ist auf ihrer Hausbahn bärenstark. Vergessen darf man aber auch nicht die Amerikanerin Erin Hamlin.”
Und wie geht es bei den Herren aus? Hier sieht die 24-Jährige einen Zweikampf zwischen dem Russen Albert Demtschenko und Armin Zöggeler (Italien). Lachende Dritte könnten mit etwas Glück die deutschen Teilnehmer Felix Loch oder David Möller sein. „Mit Sam Edney ist ein weiterer Kanadier nicht zu unterschätzen”, meint Corinna. „Der kennt die Bahn wie seine Westentasche.”
Den Doppelwettbewerb sieht die Winterbergerin völlig offen. „Hier werden die Deutschen, die Italiener oder die Österreicher triumphieren.”
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