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Neue Schwerpunkte setzen

06.10.2008 | 16:55 Uhr

Winterberg. (wp/rah) Der Tourismus- und Wirtschaftsausschuss Winterberg hat unlängst einstimmig die von der Verwaltung vorgestellte optimierte Wirtschaftsförderungs-Strategie mit neuen, strategischen Handlungsschwerpunkten beschlossen.

Vor dem Blick in die Zukunft zogen die Politiker allerdings zuerst ein positives Fazit unter die Aktivitäten der Wirtschaftsförderung seit dem Jahr 2005. Angefangen von der Bestandspflege der heimischen Unternehmen, den Vermarktungsbemühungen städtischer Gewerbeflächen, den Wirtschaftsforen über die Netzwerkaktivitäten mit der Wirtschaftsförderung Hochsauerland bis hin zur zentralen Gewerbeflächenvermarktung, Messeauftritte und einem neuen Internetauftritt sei sehr viel geleistet worden. Zudem blicke man auf viele Veranstaltungen wie die Automeilen, die Gewerbeschauen oder die „Ab-in-die-Mitte”-Prozesse zurück, die mit dem Stadtmarketingverein durchgeführt worden sind.  Wirtschaftsförderer Winfried Borgmann erläuterte, dass es bei der Vermarktung der Remmeswiese aufgrund intensiver Akquise-Aktivitäten und teilweise neuer Marketingmaßnahmen (z. B. neue Werbebroschüren, gezieltere Anzeigen schalten) zwar zu einigen Kontakten und Gesprächen, aber zu keinen konkreten Ansiedlungen gekommen sei.Im Sinne einer Flächenbevorratung sei aber entscheidend wichtig, im Bedarfsfall sofort mit einem Flächenangebot reagieren zu können. Winterberg habe es im Standortwettbewerb nicht einfach, weil es bei den „harten Standortfaktoren” wie der Autobahnnähe optimalere Regionen gebe. Andererseits habe man aber einen klaren Ansiedlungserfolg mit rund 11 Millionen Euro Investitionsvolumen und neuen Arbeitsplätzen im Bahnareal mit dem Einkaufszentrum „Pforte Winterberg” realisiert. Und wenn die laufenden Bemühungen (Landal Ferienpark, Kurpark-Projekt) erfolgreich zum Abschluss gebracht würden, könne man ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 100 Mio. Euro vorweisen, so Borgmann. Nach vorne blickend schlug er neue Handlungsschwerpunkte auch aufgrund der demografischen Entwicklung vor. So sollen z. B. die Akquisitions-Erfolgschancen auf dem niederländischen Markt geprüft werden. Die Vermarktungsstrategie der Remmeswiese II soll z. B. unter einem besonderen, noch zu bearbeitendem Oberthema, konkretisiert werden. Ebenfalls wolle man sich noch intensiver auf Fachmessen präsentieren und sich so mit den Angeboten und den „weichen Standortvorteilen” des Wirtschaftsstandorts Winterberg (Natur, Erholung…. „da, wo andere Urlaub machen, arbeiten zu dürfen”) im Wettbewerb behaupten.Borgmann sieht zudem Verbesserungsmöglichkeiten in der Internetdarstellung. Man habe mit den Seiten „standort-winterberg.de” bereits eine sehr gute Grundlage. Auch die Beratungsleistungen für Bürger, insbesondere aber für Unternehmen sollen kontinuierlich fortgeführt werden. Hier nannte Borgmann die Weiterbildungsberatung (Bildungsschecks) und die Netzwerk-Aktivitäten wie die Wirtschaftsforen. Fazit: Mit der Wirtschaftsförderungsstrategie 2008 ff. habe man mit den vorgestellten strategischen, neuen Handlungsschwerpunkten ein angepasstes, notwendiges und innovatives Aufgabenspektrum vor sich. Allerdings wies Bürgermeister Werner Eickler darauf hin, dass gewisse Aufgaben konzeptentwickelnd oder umsetzungsbegleitend nur durch extern zuzukaufende Leistungserbringer durchgeführt werden könnten. Dann könne man bei der Umsetzung der vorgestellten Maßnahmen flexibel reagieren und hierfür notwendigen zusätzlichen Personalaufbau vermeiden. Der Ausschuss unterstützte die vorgestellte Strategie mit dem Ziel, das notwendige Budget im Rahmen der zukünftigen Haushaltspläne von 35 000 Euro auf 45 000 Euro pro Jahr möglichst zu erhöhen.

wp/rah

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