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Nachbarn setzen auf Zusammenarbeit

15.06.2007 | 04:10 Uhr

Hallenberg. (ju) Sie sind sich so nah - und doch manchmal so fern, schließlich trennt sie sogar eine Landesgrenze: Hallenberg und Bromskirchen. Beide setzen jedoch seit Jahren auf Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen. Jetzt fand die dritte gemeinsam

Bürgermeister Michael Kronauge konnte die Gäste aus der Nachbargmeinde zu dieser Sitzung erstmals im neuen Kump-Gebäude empfangen. Er verwies auf eine ganze Reihe von Projekten, die die beiden Städte bereits erfolgreich gemeinsam umgesetzt haben.

Karl-Friedrich Geldbach, der Vorsitzende der Gemeindevertretung Bromskirchen erklärte, die regelmäßigen Sitzungen machten deutlich, dass wirkliches Interesse an einer langfristigen Zusammenarbeit bestehe.

Greifbares Ergebnis dieser Kooperation ist u.a. der neue Radweg von Hallenberg über Bromskirchen bis nach Allendorf. Der erste Teilabschnitt von Hallenberg (Struth) bis nach Bromskirchen wird am Samstag, 23. Juni, 14 Uhr, offiziell eröffnet (Höhe des Aussichtsturms).

"Wir freuen uns über die erfolgreiche Zusammenarbeit auf Stadt-, Kreis- und Länderebene, die dieses Gemeinschaftsprojekt ermöglicht hat", so der Bromskirchener Bürgermeister Karl-Friedrich Frese und sein Hallenberger Amtskollege in der Einladung zur Eröffnungsfeier.

Die weiteren Teilabschnitte und auch die innerörtliche Hallenberger Anbindung an den neuen Weg müssen noch realisiert werden.

Der Radweg aus Richtung Züschen endet zurzeit in Gundringhausen. Von dort soll es zum Talweg weitergehen und dann beidseitig entlang der Merklinghauser Straße. Auf Höhe des Rewe-Marktes ist eine Querungshilfe geplant; von dort geht es einseitig weiter entlang der Straße bis vor die Somplarer Brücke. Dort muss die Straße erneut gequert werden, bevor die Biker in die Struth gelangen. Die Umsetzung dieser Pläne ist, so Kronauge, für 2008 vorgesehen.

Die Sicherung der Wasserversorgung von Hallenberg und Bromskirchen war ein weiteres Thema der Sitzung. Das Ingenieurbüro Gröticke stellte eine Machbarkeitsstudie zur Wasserversorgung Hallenbergs vor. Die Nuhnestadt deckt demnach 90 Prozent ihres Trinkwasserbedarfs durch Tiefbrunnen. Der Rest wird durch den Wasserverband Hochsauerland geliefert.

Deutlich wurde, dass für beide Orte die Tiefbrunnen in der Struth von großer Bedeutung sind und es drastische Auswirkungen hätte, wenn es zu Ausfällen kommen würde. Deshalb sei es wichtig, so Bürgermeister Kronauge, auf ein zweites Standbein zu setzen, um auch im Notfall Versorgungssicherheit zu haben. Dies sei durch Kooperation Hallenbergs mit dem Wasserverband bereits geschehen.

Um auf Bromskirchener Seite zu mehr Versorgungssicherheit zu kommen, ist geplant, künftig zusätzlich Wasser von der Stadt Hallenberg zu beziehen. Die Modalitäten müssen noch vertraglich geregelt und die technischen Voraussetzungen geschaffen werden. Dafür soll eine etwa 490 Meter lange Verbindung zwischen den Hochbehältern Hallenberg und Bromskirchen II geschaffen werden, die in beide Richtungen nutzbar ist. Ein Großteil der Gesamtkosten von ca. 120 000 Euro werde, so Kronauge, von Bromskirchen getragen.

Zum Abschluss wies der Hallenberger Bürgermeister auf ein weiteres mögliches "Plus" der Zusammenarbeit hin: Derzeit läuft eine gemeinsame Bewerbung der sechs Altkreis-Städe für Leader-Fördermittel durch die EU. Und dabei werde es positiv berücksichtigt, wenn Bewerber auch auf überregionale Zusammenarbeit setzen.

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