Madeleine Teubner meldet sich mit eindrucksvollem Comeback zurück
25.11.2007 | 18:25 Uhr 2007-11-25T18:25:00+0100Nach ihrer schweren Veletzung gelang es dem Olsberger Nachwuchstalent, in Winterberg den zweiten Platz zu holen.
Der Aufenthaltsraum im Zielhaus der Winterberger Bobbahn ist gut gefüllt. Auf den Monitoren läuft die Herren-Konkurrenz der Junioren-Rodler beim Weltcup-Auftakt. An einem Tisch sitzt Madeleine Teuber. Die Rodlerin ist bestens gelaunt, plauscht mit den Verantwortlichen des ausrichtenden BRC Hallenberg. „Es wäre schon klasse, wenn auch die Jungs alle Medaillen abräumen“, sagt die 18-jährige Olsbergerin und lehnt sich gemütlich zurück.
Dreifachtriumph
Am Vorabend war sie es, die an einem Dreifachtriumph des deutschen Teams maßgeblichen Anteil hatte: Mit zwei blitzsauberen Läufen gewann das Talent vom BSC Winterberg silbernes Edelmetall und meldete sich eindrucksvoll in der Junioren-Weltspitze zurück. „Ich bin sehr zufrieden“, kommentiert Madeleine Teuber tags darauf gewohnt nüchtern.
Ihr Resultat ist mehr als eine Überraschung, es ist fast eine Sensation. Rückblick: Im Juli riss ihr Bizeps-Muskel im linken Arm. Anfang September wurde Teuber operiert. „Ich konnte sechs Wochen nicht trainieren“, erinnert sie sich. „Jetzt habe ich zwar keine Schmerzen mehr, aber weiterhin Trainingsrückstand. Es fehlt noch an Schnellkraft.“
Was die mageren Startzeiten deutlich unterstreichen. Den Startrückstand machte sie auf ihrer regennassen Heimbahn jedoch durch fahrerisches Können wett und musste sich nach zwei Läufen nur Steffi Sieger vom Königssee geschlagen geben. Dritte wurde Lisa Liebert aus Altenberg.
Geglückter Saisonauftakt
Der Saisonauftakt ist geglückt, jetzt nimmt sich Madeleine Teuber viel vor: „Die Junioren-WM habe ich im letzten Jahr verpasst. Bei der J-WM in Lake Placid im Februar 2008 will ich dabei sein“, verkündet sie angriffslustig. Und sogar ihr Fernziel steht schon fest: Olympia 2014. Darüber macht sich Peter Panzek, der ebenfalls für den BSC Winterberg startet, noch keine Gedanken. Der 15-jährige Bad Fredeburger erreicht einen Tag nach dem Stockerlplatz von Madeleine Teuber bei seinem ersten Weltcup in der Klasse „Jugend A“ einen hervorragenden fünften Rang, ärgert sich im Anschluss aber über kleinere Fahrfehler: „Vielleicht wäre noch mehr drin gewesen. Das Resultat ist okay.“
Die Konkurrenz dominiert Julian von Schleinitz (Königssee) vor Tristan Walker (Kanada) und Ludwig Rieder (Italien). Für Panzek gehe es nun darum, die Leistung von Winterberg in den nächsten Jugend-Weltcups zu bestätigen, lässt sein Trainer Steffen Wöller verlauten. Als Sascha Benecken aus Suhl den Zielstrich überfährt, klatscht Madeleine Teuber im Zielhaus Beifall. Tatsächlich: Der nächste Dreifachtriumph der deutschen Junioren ist perfekt. Benecken folgen Robert Fischer (Ilmenau) und Tobias Raßbach (Oberhof) auf den Rängen zwei und drei. Für das deutsche Team geht damit ein nahezu perfekter Weltcup, an dem 21 Nationen teilnahmen, zu Ende.
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