Leader, Schulen und der Rettungsdienst
14.09.2007 | 10:07 Uhr 2007-09-14T10:07:01+0200Hallenberg. (ju) Ein breites, zum Teil grenzübergreifendes Themenspektrum bestimmte die Ratssitzung in Hallenberg: Zeitgleich mit den Medebachern stimmten die Ratsvertreter dem Leader-Konzept zu. Und beide Kommunen laden gemeinsam zu einem Info-Abend in
Zukünftiges Schulkonzept für Hallenberg-Winterberg-Medebach: Die Räte in Hallenberg und Medebach haben einstimmig beschlossen, dem Schulkonzept zuzustimmen. Dazu gehört der vorgesehene Hauptschulverbund zwischen Medebach und Hallenberg mit Angliederung eines Realschul-Zweigs in Medebach.
Am Dienstag, 9. Oktober, soll um 19 Uhr in der Aula des Schulzentrums Medebach eine gemeinsame Info-Veranstaltung der beiden Städte stattfinden, in der es um das Schulkonzept gehen soll. Angeschrieben werden vor allem Eltern jetziger Viertklässler (auch aus Ortsteilen Winterbergs), denn der Schulverbund soll bereits im nächsten Schuljahr umgesetzt werden.
Ganztagshauptschule: Der Antrag für die Einrichtung einer Ganztagshauptschule in Hallenberg soll aufrecht erhalten werden. Bürgermeister Kronauge verwies allerdings auf ein Schreiben des NRW-Bildungsministeriums. Darin heißt es, dass künftig "die Möglichkeit, zusätzliche Schulbaumittel aus dem IZBB-Programm des Bundes für den Umbau der Hauptschulen zu beantragen, nicht mehr besteht." Es sei aber geplant, die Schulpauschale zu erhöhen.
Die sich ergebenden Finanzierungsfragen müssten unbedingt geklärt werden, machte Kronauge deutlich. Zurzeit sei die Situation nicht ganz klar. Eindeutig sei, dass die Ganztagshauptschule nur eingerichtet werden könne, wenn entsprechende Finanzmittel bereitgestellt würden.
Gemeinsame Leader-Bewerbung der Region Hochsauerland: Alle sechs Stadträte des Altkreises Brilon haben das Thema zurzeit auf ihrer Tagesdordnung. Die Hallenberger haben am Donnerstag - ebenso wie Medebach - beschlossen, das Konzept mitzutragen. Sie wollen alles daran setzen, in die Förderung zu kommen und die Kofinanzierungsmittel in Höhe von 1,6 Mio. Euro sicherzustellen. Projekt-Träger können nicht nur die Kommunen, sondern auch Dritte sein, was in vielen Fällen vorgesehen ist. Eine Liste der Leitprojekte, die bei der Bewerbung zum Tragen kommen sollen, ist erstellt.
Bedarfsplan für den Rettungsdienst des HSK: Der Plan sieht die 24-Stunden-Besetzung der Nebenwache Medebach vor. Er empfiehlt, den Standort in Richtung Hallenberg zu verlegen, um sicherzustellen, dass das Stadtgebiet in den vorgeschriebenen Zeiten für Einsätze erreicht werden kann. Der Rat Hallenberg unterstützt diese Forderung. Als Kompromiss für eine Verlagerung der Rettungswache wird Medelon vorgeschlagen, weil es etwa auf halbem Weg zwischen Medebach und Hallenberg liegt. Auch der Center Parcs wäre von dort aus über Glindfeld sehr schnell zu erreichen.
Klimaschutzpreis 2007: Der Stadtrat schlägt der RWE Westfalen-Ems vor, den Klimaschutzpreis in Höhe von 500 Euro an die "Kräuterpädagogen" zu vergeben, die mit viel ehrenamtlichem Engagement am Kump einen Kräutergarten angelegt haben. Regelmäßig werden Ausbildungslehrgänge zum Kräuterpädagogen, Führungen, Vortrags- und Informationsveranstaltungen angeboten.
Neues Ratsmitglied: Burkhard Winter wurde als neues Ratsmitglied in sein Amt eingeführt und verpflichtet. Er tritt über die Reserveliste der CDU die Nachfolge von Franz-Josef Glade an, der sein Amt zum 31. August niedergelegt hat. Winter übernimmt auch die Ämter in den städtischen Ausschüssen und Gremien, in denen Glade mitgewirkt hat.
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