Klimaneutraler Strom von der Winterberger Remmeswiese
04.09.2009 | 17:34 Uhr 2009-09-04T17:34:00+0200Winterberg. (wp/rah) Lange war sie fraglich, jetzt wurde die Energiegenossenschaft „Bürgerenergie Kahler Asten eG” gegründet.
Noch in diesem Jahr soll laut einer gemeinsamen Pressemitteilung von Tourist-Information Winterberg und Volksbank Bigge-Lenne auf Grundlage dieser Gründung klimaneutraler Strom in Winterberg produziert werden. Eine Mio Euro soll dafür in eine Photovoltaik-Anlage auf der Remmeswiese investiert werden.
„Die Energie, die wir benötigen, machen wir selbst”, sagt Martin Grosche, Vorstand der Volksbank Bigge-Lenne. Dabei hofft er auf die Investitionsfreude von privaten Anlegern, die sich an der Genossenschaft beteiligen können.
„Wir wollen die erste Co-freie Ferienregion werden”, verdeutlicht Winterbergs Tourismusdirektor Michael Beckmann den Beweggrund zur Gründung der neuen Genossenschaft. Er ist froh, mit der Stadt und mit der Volksbank kompetente Mitstreiter auf dem Weg zum angestrebten Ziel gefunden zu haben.
Ging es zunächst darum, Möglichkeiten einer klimaneutralen Stromerzeugung auf Hausdächern zu eruieren, erwies sich dieser Weg schnell als Sackgasse, denn durch die winterlichen Schneelasten erkannten die Planer Statikprobleme. Abhilfe schuf die Idee, im Gewerbegebiet Remmeswiese eine 5000 Quadratmeter große Photovoltaik-Freiflächenanlage zu installieren. „Die ist von allen Alternativstandorten nach Expertenmeinung am besten für unser Vorhaben geeignet”, erklärt der weitere Vorstand und Sprecher des Skiliftkarussels Winterberg, Christoph Klante. In einer Machbarkeitsstudie seien insgesamt neun potentielle Standorte unter die Lupe genommen worden.
Die geplante Anlage ist mit einem Investitionsvolumen von 1 Mio. Euro eine der größten Photovoltaikanlagen, die durch rein privates Kapital über eine Bürgerenergiegenossenschaft in Südwestfalen erstellt wird. Gerade die Betreiber der Liftanlagen seien an diesem Projekt besonders interessiert, um ihre Beschneiungsanlagen umweltfreundlich und ökologisch verträglich betreiben zu können. Um die Genossenschaft zu gründen, stellten sie einen Teil des Startkapitals in Höhe von 200 000 Euro zur Verfügung.
Künftige Anteilseigner, seien es Privatpersonen oder Unternehmen, dürfen laut Pressemitteilung für ihre Mindesteinlage von 1000 Euro eine prognostizierte Rendite von fünf Prozent auf das eingezahlte Kapital erwarten. Weitere Infos gibt es bei der neue Genossenschaft unter Tel. 02981 929048.
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