Kann Medelons Sendemast krank machen?
10.03.2009 | 18:11 Uhr 2009-03-10T18:11:00+0100Medelon. Soll der Pachtvertrag für den D2-Sendemast auf dem Sportplatzgelände in Medelon über den 1. September 2010 hinaus verlängert werden oder nicht? Anwohner haben gesundheitliche Bedenken und verweisen darauf, dass fünf Krebsfälle in Nähe der Anlage aufgetreten sind.
Mit einem Antrag haben sie sich deshalb an die Stadt als Grundstückseigentümerin gewandt. In der jüngsten Ratssitzung stand das Thema auf der Tagesordnung. In dem Antrag der Anwohner heißt es: „Da in fünf von insgesamt zehn Haushalten, die in unmittelbarer Nähe dieses Sendemastes liegen, bereits Frauen an Krebs erkrankt sind, liegt unsererseits die Vermutung nahe, dass dies alles Folgen der Strahlung des Sendemastes sind.”
50 Meter Luftlinie
Helmut Lefarth ist einer der Anwohner, der in etwa 50 Meter Luftlinie vom Sendemast entfernt wohnt. Er bringt seine Bedenken auf den Punkt: „Wir können den Zusammenhang nicht beweisen, Vodafone kann das Gegenteil nicht beweisen und deshalb wollen wir, dass der Vertrag nicht verlängert wird.” Außerdem gibt er zu bedenken, dass die Kinder auf dem Sportplatz in direkter Nähe zu der Anlage spielen.
Bürgermeister Heinrich Nolte teilte in der Ratssitzung mit, dass die Stadt das Kreisgesundheitsamt eingeschaltet hat, um nach möglichen Ursachen für die Krebs-Häufung zu suchen.
„Wir können den Zusammenhang nicht beweisen, Vodafone kann das Gegenteil nicht beweisen und deshalb wollen wird, dass der Vertrag nicht verlängert wird.”
Anwohner Helmut Lefarth
Bereits untersucht worden sei das Wasser - hier könne von Seiten der Stadt aber Entwarnung gegeben werden. Es sei in Ordnung. Am Montag gab es einen Ortstermin in Medelon, an dem auch ein Vertreter des Kreisgesundheitsamtes, der Stadt und betroffene Anwohner teilgenommen haben. Der Kreis werde der Sache nachgehen und nun erstmal alle Fakten und Informationen zusammenstellen, teilte Pressesprecher Martin Reuther auf Anfrage der WP mit. Geprüft werden solle auch, welche anderen Ursachen für die Krebs-fälle in Betracht kommen könnten.
Angeregt wurde in der Ratssitzung auch, die Sendeanlage auf dem Bollerberg, die auf dem Gebiet der Stadt Hallenberg steht, mit in diese Betrachtung einzubeziehen. Bei dem Mast auf dem Bollerberg handelt es sich um einen Fernsehumsetzer, der dort seit 1970 betrieben wird. Das teilte Hallenbergs Bürgermeister Michael Kronauge mit. Inzwischen gebe es aber auch dort Mobilfunk-Vorrichtungen.
Im Dezember 2000 wurde zwischen der Stadt Medebach, der Mannesmannmobilfunk GmbH (heute Vodafone) und dem Sportverein Rot-Weiß Medelon ein Mietvertrag für den D2-Sendemast auf dem Sportplatzgelände abgeschlossen. Die Mieteinnahmen kommen dem Medeloner Sportverein zugute und fließen in die Jugendarbeit.
Initiative gegründet
Drei Monate nach dem Vertragsabschluss äußerten Medeloner Bürger erstmals Einwände gegen die Errichtung der Mobilfunkstation, eine Bürgerinitiative wurde gegründet und eine öffentliche Informationsveranstaltung durchgeführt.
Vertragsverlängerung ja oder nein - das war auch Thema bei der Generalversammlung des Sportvereins Medelon Anfang des Jahres. Dort hat sich die Mehrheit der Versammlungsteilnehmer für eine Verlängerung ausgesprochen. Rudolf Wasmuth, Vorsitzender des Medeloner Sportvereins, erklärte, wenn es allerdings wirklich gesicherte Hinweise gebe, dass eine solche Anlage schädlich ist, dann würde natürlich sofort dafür gesorgt, dass der Mast demontiert würde.
Markus Munkenbeck, zuständiger Fachreferent der Vodafone D2 GmbH weist übrigens darauf hin, dass ein Abbau der Station zur Folge habe, dass das Telefonieren mit D2 vor Ort dann nicht mehr möglich sein werde und kein neuer Sendemast in Medelon aufgestellt würde. Er betonte außerdem, dass die gültigen Grenzwerte ohne Zweifel eingehalten würden. Ein Zusammenhang zwischen Krebserkrankungen und Mobilfunk-Sendeanlagen sei bislang wissenschaftlich nicht nachgewiesen.
Der Medebacher Stadtrat hat einen Beschluss vorläufig vertagt. Es sollen zunächst Informationen zusammengetragen und abgewartet werden, was die Untersuchung durch das Kreisgesundheitsamt ergibt.
00:41
Und hier passt auch zum Abschluss, ein Auszug vom BFS :
3. Bewertung der Ergebnisse durch das BfS
Bei der vorliegenden Untersuchung handelt es sich nach Aussagen der Autoren um eine Piloterhebung, die mit einfachen Mitteln durchgeführt wurde. Die Autoren postulieren einen signifikanten Anstieg der Krebsneuerkrankungsraten nach fünf Jahren und führen diesen Anstieg ursächlich auf die Mobilfunkbasisstation zurück.
Ähnlich wie die im Jahr 2004 von Dr. Eger veröffentlichte sog. „Naila Studie“ weist auch diese Pilotstudie erhebliche methodische Probleme auf. Hauptproblem der Studie sind 1) die viel zu kleine Fallzahlen, die keine Unterscheidung zwischen Zufall oder tatsächlicher Risikoerhöhung erlauben und auch keine Auswertung nach einzelnen Tumorlokalisationen ermöglichen, 2) die fehlende individuelle Abschätzung der Exposition durch Mobilfunk, 3) eine wahrscheinlich selektive Teilnahme der Probanden (Teilnahmerate nur 50%), und 4) die fehlende Berücksichtigung von anderen Risikofaktoren für Krebserkrankungen. Nicht nachvollziehbar ist auch die statistische Auswertung und Interpretation.
All diese methodischen Probleme (Einzelheiten siehe Anhang) führen dazu, dass der vorliegenden Pilotstudie keinerlei Aussagekraft im Hinblick auf eine Ursache-Wirkungs-Beziehung zugeschrieben werden kann. Wie schon in der Stellungnahme des BfS zur sog. „Naila-Studie“ fest gestellt, kann nur dringend davon abgeraten werden, solcherlei kleinräumige Studien ohne wissenschaftliche Kompetenz auf dem Gebiet der Epidemiologie durchzuführen, da die Ergebnisse solcher Studien zu keinerlei Erkenntnisgewinn beitragen.
21:55
Nachtrag zu #3 Die von #2 angeführten Geldrollenbilder: hat das Robert Koch Institut schon ---Jahre--- vorher untersucht und als nicht negativ bezeichnet .(Als normal) Und mit Mobilfunk hat das schon gar nichts zutun . Da ändert auch der Regionalpreis für Jugend forscht, NICHTS .
Das hat seit Jahren Jahrmarktcharakters.
20:19
Mobilfunk kritischer Arzt behautet in Hennen bei Iserlohn verstärk Krebserkrankungen um Basisstationen festgestellt zu haben. Detalierte Informationen dazu findet man nur im Forum vom Informationszentrum gegen Mobilfunk.
20:08
Bevor man erneut ne Sau durchs Dorf treibt sollte man eine selektive HF-Messung in den Wohnungen der Krebserkrankten vornehmen. Zu meist haben Bürger die stärkste Strahlenquelle (DECT und Handy) sich selbst ins Haus geholt. Nicht der Mast ist das Problem sondern die schlechte Informationsgrundlage auf der weitreichende Entscheidungen getroffen werden.
14:10
Was wollen Sie denn da für einen Blödsinn den Menschen erzählen, mit ihren persönlichen Allgemeinplätzen.
Und die noch nicht mal stimmen.
13:25
Erkenntnisse sind längst vorhanden ,nicht nur in der Einzahl, nein in der MEHRZAHL !
In meinem Ort im Umfeld des Mobilfunk - Turmes bereits mindestens 10 Krebsfälle nur in der Anliegerstraße !
Ich verweise auf die EU-STUDIE - = Zellschäden, Vorstufen zu Krebs.
Statistische Erfassung von Ärzten in Bayern:
im Umkreis von 300 m erhöhte Krebsfälle bei Jugendlichen. !
Zellteilung beim Jugendlichen noch schneller als beim alten Menschen. Bei Zellschädigung kann jede neue Zellteilung den Zellschaden zu Krebs entarten lassen !
Politisches Schweigen ist erkauft : 100. Milliarden DM für die Lizensen an die Mobilfunk-Industrie !
Unterschrieben haben die zusätzlich noch überhöhten Grenzwerte:
Ex-Bundeskanzler Dr. Kohl und die damalige Umwelt-Ministerin Angela Merkel ( Heutige Kanzlerin ! ) Beide mit medizinischen Nullwissen !
Jugend forscht erhielt einen Preis von der regierung für die Erkenntnis, dass nach Handy-Telefonaten sich die roten Blutkörperschen zu Rollen anlagern .
( Geldrollen-Phänomen ) Vorstufen zu Herzinfarkt und Gehirn-Infarkt !
19:02
sonst keine Probleme?