Hübscher Besuch von der Copacabana
13.02.2012 | 18:10 Uhr 2012-02-13T18:10:00+0100
Medelon.(aj) „Wehe, wenn sie los gelassen“, hieß es am vergangenen Sonntag wieder, als die Karnevalsgesellschaft Medelon zur berühmt-berüchtigten Herrensitzung in die Schützenhalle geladen hatte.
Und die hat bei der Männerwelt auch im Jubiläumsjahr, dem zehnten, nichts von ihrer Beliebtheit eingebüßt und Medelon sogar über die Grenzen des Sauerlandes bekannt gemacht. Schließlich war zu diesem Frühschoppen der besonderen Art sogar ein Feuerwehr-Trüppchen aus dem 400 Kilometer entfernten Buxtehude angereist.
Wie heizte bereits eine halbe Stunde vor Beginn der Sitzung die Band „Magic Flair“ aus Züschen dem Närrischen Volk mächtig ein, so dass man schnell in Fahrt kam. Und da auch die kleinen Altbier-Fässchen sowie Flachmänner und Kümmerlinge erste Wirkung zeigten, stieg das Stimmungsbarometer. Noch bevor Prinz Christof I. (Wasmuth) und der Elferrat mit Jörg-Peter Guntermann (Jöpe) an der Spitze in die rappelvolle Narrenburg einzogen.
Dann ging es aber Schlag auf Schlag mit einem bunten Programm, einer gelungenen Mischung aus traditionellem Karneval und eben jenem Karneval, mit dem der Name Medelon gerne schon einmal in Verbindung gebracht wird.
Dabei haben wohl in erster Linie die Nummerngirls Pate gestanden. Auch in 2012 zunächst noch fast züchtig, kündigten sie die einzelnen Auftritte an, um später dann wohl mehr oder weniger auf das eine oder andere Kleidungsstück zu verzichten. „Das sind ganz arme Mädchen, die haben gar nichts anzuziehen“, meinte da doch ein junger Bursche mit gespielter Anteilnahme. Die fünf Brasilianerinnen (und ihr Trommler) von der Copacabana legten da schon mehr Wert aufs Künstlerische und wussten mit ihren flotten Tänzen zu begeistern. Gleiches gilt für die heimische Funkengarde, die sowohl im Gar-detanz als auch im Showtanz mit „Sunshine after the Rain“ und dem Besuch beim „Maskenball“ bewiesen, dass die jungen Mädchen im Orketal ganz schön feurig sein können. Da ließ es das Männerballett schon etwas gemächlicher angehen, aber mit Bauch ist man ohnehin schon gehandicapt. Aber dafür, dass die Herren teilweise einen Blumenpott mit sich herumschleppen mussten, waren sie doch ganz schön gelenkig.
In der Bütt hatten wie eh und je Theo und Franz (Jürgen Padberg und Martin Wasmuth) die Lacher bei ihren deftigen Sprüchen auf ihrer Seite. Und als dann auch noch Jupp’s (Bauchredner Markus Kaiser), „Jüppchen“ wieder aufkreuzten, das mit Nummerngirl Shairs im Vorjahr durchgebrannt war, waren die Lachsalven programmiert.
Die „Extreme Drums“ aus Niedersfeld und Sängerin Diana Sorbello rundeten eine Sitzung ab, die so mancher Karnevalist nicht so schnell vergessen wird.
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