Gedenkstein erinnert an jüdische Mitbürger
20.06.2007 | 08:36 Uhr 2007-06-20T08:36:48+0200Hallenberg. (rah) Es hat viele Jahre gedauert, gestern war es dann soweit: Bruno Frankenthal enthüllte am Standort der ehemaligen Synagoge an der Merklinghauser Straße in Hallenberg den Gedenkstein, der erinnern soll an die Synagoge und an die ehemaligen
"Ganz Hallenberg hat mich damals aufgenommen. Es ist ein Wunder, dass ich dies hier erleben durfte" - bewegende Worte richtete Bruno Frankenthal, der in Israel in einem Seniorenheim lebt und zurzeit Urlaub in Hallenberg macht, an die vielen Ehrengäste, um kurz darauf den so schlichten wie eindrucksvollen Gedenkstein zu enthüllen.
Der 90-Jährige ist der letzte noch lebende jüdische Mitbürger aus Hallenberg. Für ihn ist der Gedenkstein mehr ein Denkstein, der stets an die Verbrechen der Nationalsozialisten erinnert und zugleich kommende Generationen mahnt, solche Grausamkeiten nicht noch einmal zuzulassen.
Bruno Frankenthal betonte in seinen Worten die auch jetzt noch bestehenden Freundschaften nach Hallenberg sowie die mutige Bereitschaft Hallenberger Familien, den verfolgten Juden couragiert Hilfe zu leisten. Er dankte zudem allen, die den Gedenkstein ermöglicht haben.
Bürgermeister Michael Kronauge, der stellvertretende Landrat Heinemann und Bruno Frankenthals enge Freundin Bat-Sheva Greenberg würdigten den 90-Jährigen, der sein Leben den Menschen gewidmet habe.
Heute wird Bruno Frankenthal um 19 Uhr im "Kump" öffentlich über sein Leben berichten. Dies sollte man sich nicht entgehen lassen.
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