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Erika Zoll aus Hallenberg ist zertifizierte Kräuterpädagogin

22.08.2012 | 15:36 Uhr
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Erika Zoll aus Hallenberg ist zertifizierte Kräuterpädagogin
Erika Zoll aus Hallenberg führt Menschen zu pflanzlichen Helfern für alle Lebenslagen.Foto: Harald Ries

Medebach.   Wer auf Kräuterwanderung im Sauerland unterwegs ist, kann vieles lernen. Erika Zoll führt Menschen zu pflanzlichen Helfern für alle Lebenslagen - und beklagt die Ordnungswut, die viele Straßenrandkräuter ausgerottet hat. Wilden Spinat zum Beispiel findet man nur noch an zwei Stellen.

Gegen alles ist ein Kraut gewachsen. Nur nicht gegen die Kontrollsucht: Zu Ostern oder zum Schützenfest soll es schön sauber aussehen. Dann werden die Randstreifen geschnitten, auf denen es so unaufgeräumt blüht und grünt. „Dieser Ordnungssinn hat mehr Kräuter ausgerottet als die Intensiv-Düngung und der Großmaschineneinsatz“, bedauert Erika Zoll. „Der Gute Heinrich wächst deshalb nur noch an zwei Stellen im Sauerland.“

Der Gute Heinrich? Erika Zoll lächelt nachsichtig. „Wilder Spinat“, erklärt sie. Denn Erklären ist ihre Aufgabe. Die in Winterberg geborene Hallenbergerin, die als Kind bei der Großmutter in Medebach Kamille sammelte und auch dank des Förster-Vaters früh lernte, was aus der Natur wie wirkt, ist nicht nur kräuterkundig, sondern zertifizierte Kräuterpädagogin.

„Pflanzliche Helfer in allen Lebenslagen“

Nora und Lina haben bei ihren Kräuterbunden mehr Wert auf Schönheit als auf Heilkraft gelegt. Aber Spaß hat das Sammeln gemacht. Foto: Harald Ries

Sie erzieht. Dort, wo die Kräuter wachsen. Für die Touristiker in Winterberg, Hallenberg und Medebach oder mit dem Verein für Kräuterpädagogik in Westfalen. Bei Spaziergängen, zu denen sich Urlauber und Einheimische einfinden. Die selten so viel Nachhilfe brauchen wie der Reporter.

„Pflanzliche Helfer in allen Lebenslagen“ stehen heute auf dem Programm. Und das beginnt sofort hinter dem Treffpunkt an der Kirche in Medebach-Berge. Weil hier die Randstreifen nicht abgemäht sind, wächst alles, was in einen Kräuterbund gehört. Einen solchen wollen sich die weiblichen Teilnehmer zusammenstellen. Wie es seit mehr als 1000 Jahren Tradition ist.

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    Seite 3: Warum Mönche früher keinen Brennesselsamen essen durften

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Kommentare
24.08.2012
00:21
Erika Zoll aus Hallenberg ist zertifizierte Kräuterpädagogin
von Biker72 | #1

Natürlich ist immer gut, wird aber nicht überallgern gesehen.
Denn leider gibt es sowas...in Frankreich zum Beispiel. Ich zitiere:

Die Phama Lobby ist gegen natürliche Dünger und Heilpflanzen.
Die Brennessel hat sieben mal mehr Vitamin C wie eine Orange.
Die Brennessel hat in der Trockenmasse 40 Prozent Eiweis, mehr als Soja.

Bei Strafe von, man höre und staune 75.000 Euro, gibt es in Frankreich ein Anwendungsverbot und ein Weitergabeverbot von Informationen der Brennessel.

Mahlzeit!

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