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Zensus 2011

Einwohner: Korrekte Zahl bringt Geld

31.01.2012 | 18:17 Uhr
Einwohner: Korrekte Zahl bringt Geld
Foto: Mario Vedder/dapd

Medebach/Hallenberg.   Die Befragungen im Rahmen des „Zensus 2011“ gehen in die letzte Runde: Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) als für den Zensus in NRW zuständiges Statistisches Landesamt mitteilt, beginnt ab heute die Befragung zur Klärung von Unstimmigkeiten.

Die Befragungen im Rahmen des „Zensus 2011“ gehen in die letzte Runde: Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) als für den Zensus in NRW zuständiges Statistisches Landesamt mitteilt, beginnt ab heute die Befragung zur Klärung von Unstimmigkeiten.

Der Zensus ist insbesondere für Hallenberg und Medebach wichtig. Schließlich stimmen seit vielen Jahren die vom Landesamt erfassten Einwohnerzahlen für die beiden Städte mit den eigentlichen Zahlen nicht überein. Beide Kommunen verlieren so jedes Jahr bares Geld in Form von Schlüsselzuweisungen des Landes.

Zum Stichtag 30. Juni 2011 hatte Hallenberg tatsächlich 4539 Einwohner. Laut Landesamt beträgt die Einwohnerzahl aber nur 4400 zum 30. Juni 2011. Bei den Schlüsselzuweisungen beträgt in diesem Jahr der Grundbetrag pro Einwohner nach der ersten Probeberechnung 564,90 Euro. Bei 139 fehlenden Einwohnern immerhin ein Betrag von 78 521 Euro, der Hallenberg verloren geht. „Daher kann man auch unsere Verärgerung verstehen über die langen und erfolglosen Versuche die Berechnung umzustellen. Wir hoffen, dass der Zensus für uns endlich eine positive Veränderung bringt“, so Bürgermeister Michael Kronauge.

Ähnliches gilt für Medebach. Dort liegt die Einwohnerzahl zum 31. Dezember 2011 bei 7979. Das Landesamt weist zum 30. Juni 2011 aber die Zahl von 7868 aus. So geht auch der Hansestadt bei den Schlüsselzuweisungen ein fünfstelliger Betrag verloren.

Bei der letzten Runde des Zensus 2011 sollen nun Unstimmigkeiten geklärt werden, die sich aus dem Vergleich der Angaben aus der Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ) und der Melderegisterdaten ergeben haben. Diese Klärung ist für die korrekte Ermittlung der amtlichen Einwohnerzahlen erforderlich.

In NRW werden etwa 20000 Personen an 6500 Anschriften befragt. „In Hallenberg und Medebach als Gemeinden mit weniger als 10000 Einwohnern findet in Kürze auch die Befragung zur Klärung von Unstimmigkeiten statt. Hier sind ca. 70 Anschriften in Hallenberg und ca. 120 in Medebach betroffen. Es wird eine verkürzte Variante des Fragebogens aus der Haushaltsstichprobe eingesetzt. Die Befragung erfolgt zum Stichtag 9. Mai 2011“ so der HSK-Pressesprecher Martin Reuther.

Zur Klärung der Unstimmigkeiten werden folgende Angaben erhoben: Name, Anschrift Geschlecht, Alter, Familienstand, Wohnungsstatus, Anzahl der Personen im Haushalt sowie Staatsangehörigkeit. Die Befragungen werden von den örtlichen Erhebungsstellen durchgeführt und erfolgen durch persönliche Interviews. Die Befragten bekommen in den kommenden Wochen eine Terminankündigung per Post. Die Interviewer bieten dann an dem angekündigten Termin an, den Fragebogen zusammen mit den Befragten auszufüllen. Alternativ können die Befragten den Fragebogen selbst ausfüllen und entweder im beigefügten Rückumschlag an die angegebene Adresse zurücksenden oder in ihrer Erhebungsstelle abgeben. Ebenfalls möglich ist die Online-Meldung unter www.zensus2011.de.

Wie generell beim Zensus 2011 gilt auch bei der Befragung zur Klärung von Unstimmigkeiten das Rückspielverbot. Das heißt, es werden keine Infos an andere Behörden oder private Institutionen zurückgespielt - auch nicht an die Einwohnermeldeämter.

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