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Eine Bereicherung für Dreislar und die Region

06.08.2009 | 16:25 Uhr
Eine Bereicherung für Dreislar und die Region

Dreislar. Das Schwerspatmeum in Dreislar besteht seit einem Jahr. Am Samstag, 8. August, von 11 bis 18 Uhr wird das Einjährige mit einer Mineralien- und Fossilienbörse gefeiert werden. Wir sprachen mit dem Vorsitzenden des Fördervereins Gerhard Brocke.

Frage: Wie ist das erste Jahr insgesamt gelaufen?

Gerhard Brocke

Brocke: Das erste Jahr ist für uns sehr gut gelaufen. Seit Januar führen wir eine Besucherstatistik und wir stellen mehr als erfreut fest, dass das Museum eine sehr gute überregionale Akzeptanz hat. Neben den Besuchern aus dem deutsch-sprachigen Raum bilden die Niederländer die nächstgroße Besuchergruppe, gefolgt von Franzosen, Österreichern und Dänen.

WP: Wieviele Besucher haben das Schwerspatmuseum bewundert?

Brocke: Bis heute haben mehr als 3000 zahlende Besucher das Schwerspatmuseum besucht, alle waren von dem Gesampkonzept und der Präsentation beeindruckt.

WP: Gab es besondere Veranstaltungen und Ereignisse?

Brocke: Über das Jahr verteilt hatten wir immer wieder hochkarätige Besucher wie zum Beispiel Prof.Dr. Höfling vom Geo-Zentum Nordbayern in Erlangen mit 20 Dozenten, eine Abordnung der Telekom aus Avrance in Frankreich oder der Chefgeologe aus Kiruna, Schweden. Bürgermeister Heinrich Nolte feierte mit den Angestellten der Verwaltung im Museum seinen 60. Geburtstag, Heimat und Bergbauvereine, Wandergruppen, Betriebsausflüge und eine Weinverkostung der Extraklasse für Hoteliers konnten wir begrüßen. Veranstaltungen der Touristik Hallenberg und Medebach, die Sitzung des Kulturausschusses des HSK, DRK-Senioren und die Ü-60er aus Medebach, die Oldtimerfreunde Medebach und viele mehr. Das Schwerspatmuseum nahm außerdem mit seinem Messestand an den Mineralien und Fossielienbörsen in Arnsberg und Dortmund teil. Am 22. und 23. August stellen wir in der Volksbank Medebach zum Hansetag aus, am 29. und 30. August in Silbach im Zuge der 450-Jahr-Feier. Die erste standesamtliche Trauung im Schwerspatmuseum wird als letzte Amtshandlung von Bürgermeister Nolte am 18. September hoffentlich in die Geschichtsbücher eingehen.

WP: In welchen Bereichen gibt es noch Verbesserungsbedarf, was gefällt den Besuchern besonders?

Brocke: Die Besucher sind rundum mit dem Angebot des Museums zufrieden. Trotzdem wollen wir weiter investieren, damit der Service, gerade für den Individualbesucher, verbessert wird. Angemeldete Gruppen bekommen eine Führung von etwa eineinhalb Stunden. Dieser Service ist für den Tagestouristen personell nicht zu bewältigen. Aus diesem Grunde wird bis zum Jahreswechsel eine Audioführung eingerichtet, mit der die Besucher in ihrer Muttersprache das Museum erkunden können. Vorgesehene Sprachen: Englisch, Französisch, Niederländisch und Deutsch. Mit dieser Investition gehen wir auf die Bedürfnisse, gerade der ausländischen Besucher ein.

Die Besucher sind rundum mit dem Angebot des Museums zufrieden.”

WP: Wird es bauliche Veränderungen (Erweiterungen, Umbau etc.) geben?

Brocke: Zurzeit stehen wir in Kaufverhandlungen mit den Eigentümern der Grube Dreislar, um die letzten Relikte des Dreislarer Bergbaus der Nachwelt zu erhalten. Unser Ziel: später einmal ein zusätzliches touristisches Angebot im Originalbergbau zu haben. Das erreichen des Zieles hängt jedoch von vielen Faktoren ab. Der wichtigste Part: Mittelbeschaffung.

WP: Wie wird das Einjährige konkret gefeiert?

Brocke: Mit einer Mineralien- und Fossilienbörse. Wir wollen im kleinen Rahmen den Grundstein für spätere, jährlich wiederkehrende Börsen legen. Los gehts um 11 Uhr, gegen 18 Uhr werden wir die Preisträger einer Tombola bekanntgeben, an der die Besucher kostenfrei teilnehmen können. Gefeiert wird dann noch bis 22 Uhr. Besucher, Gäste und Einheimische sind herzlich willkommen. Für Speis und Trank ist natürlich gesorgt.

Ralf Hermann

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