Ehrenamt in seiner ganzen Vielfalt
14.10.2011 | 17:31 Uhr 2011-10-14T17:31:00+0200
Winterberg.Ehrenamtliches Engagement kann unglaublich vielfältig sein. Es kann sich eher im Stillen abspielen in einer Dorfgemeinschaft, in Initiativen und Vereinen, es kann sich um Sport drehen, um Projekte für die Zukunftsfähigkeit einer Stadt oder auch um engagierte Lokalpolitik, es kann um Menschenleben gehen, sei es in einer lebensbedrohlichen Situation oder nach einer erlebten, ganz persönlichen Katastrophe auf seelischer Ebene.
All dies verkörperten am Donnerstagabend sechs Menschen, die aus den Händen von Bürgermeister Werner Eickler die Ehrenmedaille der Stadt Winterberg erhielten. Die Preisträger: Richard Gamm aus Züschen sowie Rainer Berkenkopf aus Winterberg, Hildegunde Winzenick aus Züschen, Uwe Wiedenbeck und Walter Hoffmann jeweils aus Siedlinghausen sowie Hans-Joachim Bexkens aus Elkeringhausen.
Vorgeschlagen wurden die Geehrten aus der Bevölkerung. Das eigens für diese Auszeichnung eingerichtete Ehrenkomitee entschied sich schließlich am 7. Juni für die sechs Preisträger. „Wir wollen Sie, meine lieben Ehrengäste, egal ob Sie im Stillen oder in der Öffentlichkeit wirken, heute ins Rampenlicht stellen und das, was Sie getan haben und tun, in den Mittelpunkt rücken. Das ist mehr als verdient“, betonte Werner Eickler in seiner Laudatio, um, dem Anlass entsprechend, die immense Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements für das Gemeinwohl hervorzuheben. „Was Sie für unsere Gemeinschaft tun, hat - ganz gleich, worauf es sich richtet - einen höheren Wert, als alles was sich in Euro und Cent messen lässt.“ Eickler zitierte Max Frisch mit den Worten: „Demokratie heißt, sich in die eigenen Angelegenheiten einzumischen“. Natürlich fand der Bürgermeister auch für jeden einzelnen Preisträger die passenden Worte, angefangen bei Richard Gamm, der auf 22 Jahre umfangreiches kommunalpolitisches Engagement für die Stadt Winterberg zurückblicken könne. „Richard Gamm war und ist in vorderer Reihe präsent, bereichert durch seine konstruktiven Beiträge und wirkt stets ausgleichend in seiner moderaten Art“, so Werner Eickler.
Hildegunde Winzenick habe in vielen örtlichen Gremien und Vereinen ihr Hobby „Gott und die Menschen“ zu ihrem Beruf gemacht und ihren Beruf zu ihrem Hobby. Und beides jahrzehntelang zum Wohle der Gemeinschaft, zum Wohle ihres Heimatortes Züschen eingesetzt. „Und das tut sie auch heute noch.“
Hans Joachim Bexkens sei jemand, der sich ganz und gar der „Menschenrettung“ verschrieben habe und zwar der Rettung von Körper und Seele. Eickler: „Dein langjähriges ehrenamtliches Engagement, ob in der Freiwilligen Feuerwehr, als Diakon in der gemeindlichen Seelsorge oder in dem so schweren Amt der Notfallseelsorge, ist und bleibt für unseren Ort Elkeringhausen, für unsere ganze Stadt Winterberg und sogar darüber hinaus, unverzichtbar.“
Rainer Berkenkopf war 16 Jahre lang Vorsitzender des Skiklubs Winterberg mit fast 1500 Mitgliedern. „Der Skiklub Winterberg hat sich unter der ehrenamtlichen unermüdlich konstanten Führung von Rainer Berkenkopf zu einem absoluten Erfolgsmodell entwickelt. Im Bereich der Talentförderung gehört der Skiklub zur nationalen Spitze, was viele Auszeichnungen belegen“, so der Bürgermeister, der bei jedem Preisträger auch die jeweiligen Lebensläufe und Verdienste skizzierte.
„Uwe Wiedenbeck hat sich mit außerordentlichem ehrenamtlichem Engagement den Aufgaben der Feuerwehr in unserer Stadt gewidmet und mit seinem motivierten und motivierenden Tun und Handeln besondere ehrenamtliche Maßstäbe gesetzt, auch im Rahmen von Nachwuchsförderung und Ausbildung“, setzte Eickler einen weiteren Protagonisten ins Rampenlicht.
Walter Hoffmann könne auf ein bis heute 42 Jahre ununterbrochenes Engagement für den Vorstand der Kolpingsfamilie und des Kolpinghauses Siedlinghausen zurückschauen. Eickler skizzierte die vielfältigen Verdienste Hoffmanns für Siedlinghausen und die Stadt Winterberg von der Kolpingsfamilie über den Stadtmarketingverein bis hin zum Thema Tourismus.
Hans Joachim Bexkens dankte im Namen der Preisträger: „Das Schöne ist, es ist kein Preis für das Lebenswerk. Wir dürfen also weitermachen.“
Den musikalischen Rahmen übernahmen Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Winterberg unter Leitung von Barbara Ortwein.
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