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100-Jähriges

BSC Winterberg feierte mit Sportlern und Gästen

16.05.2010 | 18:36 Uhr

Winterberg. Mit Sportlern und Gästen feierte der BSC Winterberg am Wochenende sein 100-jähriges Bestehen. Zum Auftakt gab es einen Jubiläumsabend im Bobhaus.

Bobanschub und Festmeile auf der Kappe

Das war Nostalgie pur: Junge und ältere Kufensportler, Vereinsmitglieder und Gäste schwelgten Freitagabend im Rahmen der 100-Jahr-Feier des BSC Winterberg im Bobhaus in Erinnerungen. „Ein gelungener Auftakt”, resümierte BSC-Vorsitzender Alois Schnorbus. Und auch das Unterhaltungsprogramms am Samstag auf der Festmeile fand gute Resonanz.

Trotz kühler Witterung zog es viele Besucher hoch oben auf die Kappe. Auch die BSC-Mitglieder ließen sich von den Temperaturen nicht beeindrucken. Sie feierten am Freitag an historischer Stätte im Bobhaus. Dieses präsentierte sich den Gästen nach dem Brand in neuem Gewand. „Ungewohnt, aber es ist sehr ansprechend geworden”, brachte es Alois Schnorbus auf den Punkt. Breite Fensterfronten bieten den Besuchern nunmehr einen herrlichen Panoramablick über die Mittelgebirgslandschaft.

Klar, dass zum Jubiläumsauftakt (Teil 2 folgt im Rahmen der Bob-EM 2011) zunächst die Oldies zu Wort kamen. Mit launigen Sprüchen interviewten Bobbahn-Sprecher Rolf Rainer Gecks (NDR) und Gisbert Baltes (WDR) die Veteranen.

Der älteste noch lebende deutsche Meister des BSC (Titel 1961), „Dackel” Ernst-Adolf Butz (75), gab dabei ebenso hörenswerte Anekdötchen zum Besten wie seine Nachfolger Hubert Honekamp, Heinz-Otmar Diemel und ein Teil der Olympia-Crew (1980) von Alois Schnorbus.

Auch Spitzenrodler vergangener Tage wie Steffen Wöller und Thomas Rudolph sowie die amtierende Vize-Europameisterin Corinna Martini und der Sportliche Leiter des Stützpunktes, Rene Spies, hatten einiges zu berichten. Da blieb für den einen oder anderen nicht weniger erfolgreichen Sportler wie Olympiasiegerin Anja Schneiderheinze oder Olympiateilnehmer Sandro Stielicke kaum noch Zeit.

EM-Logo veröffentlicht

Und das hatte seinen Grund: Denn am Abend wurde auch das von Thomas Simon (Siedlinghausen) erstellte Logo der Europameisterschaft Bob und Skeleton (Januar 2011) veröffentlicht.

Der Samstag begann mit der der Eröffnung der neuen Anschubstrecke. Danach konnten die Besucher auf der Anlage ihr Glück versuchen. 30 Zweierteams hatten sich im Vorfeld angemeldet und zeigten im Dreikampf für Jedermann (Bob, Rodel, Skeleton) ihr Können. In der Leistungsklasse lagen am Ende Bobfahrer Christian Friedrich und Skeletoni Alex Gazner ganz vorn. In der Gästeklasse gewannen Martin Olesinski/Peter Panzeck aus Fredeburg und in der Vereins/Vorstandsklasse das Team DRK 2 vom Kreisverband Brilon.

Gut angenommen wurden die Torschussanlage, der Bobsimulator und die Bob-Ausstellung. Gefragt waren auch die Bobbahn-Führungen mit den Sportlern, die dabei gleichzeitig Autogrammwünsche erfüllen konnten.

Weniger Besucher als erwartet fanden sich am Abend beim Open-Air-Konzert mit der Sven West Band und Sängerin Cassandra Steen ein. Kommentar eines Zuhörers: „Ein tolles Konzert, aber es ist ganz einfach zu kalt.”

Bernd Sangermann

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