370 Bundeswehr-Rekruten legen Fahneneid ab
29.10.2008 | 20:30 Uhr 2008-10-29T20:30:00+0100
Auf dem historischen Marktplatz in Hallenberg legten 370 Bundeswehr-Rekruten ihren Fahneneid ab. Mehrere hundert Besucher verfolgten das feierliche Gelöbnis bei Fackelschein, berichtet die WESTFALENPOST.
Hallenberg. Der historische Hallenberger Marktplatz - eingetaucht in Fackelschein - bot gestern Abend eine eindrucksvolle Kulisse für das feierliche öffentliche Gelöbnis von 370 Bundeswehr-Rekruten. Dies berichtet die WESTFALENPOST.
Dicht gedrängt verfolgten Familiengehörige, Vertreter der Öffentlichkeit und zahlreiche Hallenberger Bürgerinnen und Bürger bei winterlich-kalten Temperaturen die Feier. Bereits zuvor hatte das Heeresmusikkorps 2 die Zuschauer musikalisch auf das Gelöbnis eingestimmt. Außerdem fand in der Stadthalle ein ökumenischer Gelöbnisgottesdienst statt. Nachdem die jungen Soldaten der Standorte Rotenburg a.d. Fulda und Frankenberg/Eder auf dem Markplatz angetreten waren, folgte - musikalisch begleitet durch das Heeresmusikkorps - der Einmarsch der Truppenfahnen und eines Ehrenzuges des Bataillons Elektronische Kampfführung 932 aus Frankenberg. Begleitet von Marschmusik schritten Bürgermeister Michael Kronauge und Oberstleutnant Stahl zunächst gemeinsam die Front ab. Anschließend hielt das Hallenberger Stadtoberhaupt die Gelöbnisrede. Kronauge erklärte: „Wir Hallenberger freuen uns, dass wir zum dritten Mal nach 2000 und 2004 mit unserem historischen Marktplatz die Kulisse für dieses Gelöbnis stellen dürfen.” Neben den Rekruten, ihren Angehörigen, den Verantwortlichen der Bundeswehr und vielen Gästen und Einwohnern, konnte er u.a. auch einige Bürgermeisterkollegen, den CDU-Landtagsabgeordneten Hubert Kleff, Rats- und Kreistagsmitglieder sowie Ortsvorsteher begrüßen. An die Rekruten gerichtet erklärte Michael Kronauge, dass ihnen Anerkennung und Respekt dafür gelte, dass sie sich in der heutigen Zeit, angesichts der gesellschaftlichen Verhältnisse und in Anbetracht der weltweiten Entwicklung dazu bereit erklären, Soldat zu sein. Er betonte auch, dass ein solches öffentliches Gelöbnis keine militärische Demonstration darstelle, sondern deutlich mache, dass die Bundeswehr ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft sei. Auch in Bezug auf Auslandseinsätze bezog Michael Kronauge klar Stellung: „Deutschland ist keine Wagenburg, in der wir es uns bequem machen können. Wer meint, Deutschland könne sich aus diesen Konflikten heraushalten, muss zur Kenntnis nehmen, das politische und militärische Auseinandersetzungen in unserer globalen Welt nicht an unseren Grenzen halt machen.” Außerdem sprach er sich klar für die Beibehaltung der Wehrpflicht aus. Michael Kronauge ist einer, der weiß, wovon er spricht. Vor 34 Jahren stand er selbst als Rekrut auf dem Sportplatz in Rheine und wurde vereidigt. Und genau wie er damals, so gelobten gestern die Rekruten in Hallenberg, der Bundesrepulik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen. Musikalisch verstärkt wurde die Zeremonie durch die Klänge der deutschen Nationalhymne.